Die Zeitschrift der deutschen Apotheker

 

Pharmazeutische Zeitung

 

PTA-Forum

 

PZ-Akademie

 

DAC/NRF

 

 

 

Kredit für Merckle: Ratiopharm als Sicherheit

NACHRICHTEN

 
Kredit für Merckle: Ratiopharm als Sicherheit
 


Der Ulmer Unternehmer Adolf Merckle hat im Ringen um den Fortbestand seiner Firmengruppe einem Zeitungsbericht zufolge das Angebot seiner Gläubigerbanken weitgehend akzeptiert. So hätten die Banken einen Überbrückungskredit von einer Bereitschaft der Familie zum Verkauf des Generikaherstellers Ratiopharm, der HeidelbergCement-Anteile und möglicherweise auch des Pharmahändlers Phoenix abhängig gemacht. Das berichtete das «Handelsblatt» am Dienstag und beruft sich dabei auf Finanzkreise. Auf diese Bedingungen soll sich die Unternehmerfamilie nun eingelassen haben. Allerdings sind nach Zeitungsangaben noch eine Reihe von Detailfragen zu klären. Offen sei demnach bisher noch, welche Banken im Falle einer Einigung zusätzliche Liquidität für die Merckle-Firmen bereitstellen.

 

Die drei wichtigsten Unternehmen der Merckle-Gruppe benötigten neue Kreditlinien von etwa einer halben Milliarde Euro. Grund sei, dass Merckle liquide Mittel dieser Unternehmen zur Finanzierung seiner anderen Beteiligungsfirmen eingesetzt habe. Der Geschäftsführer der zur Merckle-Gruppe gehörenden VEM Vermögensverwaltung, Ludwig Merckle, hatte bereits am Montagabend mitgeteilt: «Das Ziel ist, noch vor Weihnachten den notwendige Überbrückungskredit zu erhalten.» Das Angebot der Banken bilde eine gute Grundlage für die weiteren Verhandlungen.

 

Vergangene Woche noch hatte Merckle nach Informationen aus Branchenkreisen seinen Gläubigerbanken gedroht, die VEM in die Insolvenz gehen zu lassen, sollten die Kreditinstitute ihn nicht finanziell unterstützen. Hintergrund der Krise bei VEM sind Kapitalerhöhungen vor allem bei HeidelbergCement, die teilweise mit Krediten finanziert wurden. Als Sicherheiten für diese Kredite wurden Aktien hinterlegt. Durch die Finanzkrise ist deren Wert abgestürzt. Außerdem hatte sich der Milliardär bei Wetten mit VW-Aktien verzockt und einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag verloren.

 

16.12.2008 l dpa

Foto: Fotolia/Levin

 

 

Das könnte Sie auch interessieren

 

 

Weitere Nachrichten

 


Piercings und Tattoos: Gut für die Seele?

Tätowierungen und Piercings können sich positiv auf die seelische Gesundheit vor allem von Heranwachsenden auswirken. Darauf weisen nun...



Cannabis auf Rezept: Verschreibungszahlen steigen

Seitdem Ärzte ihren Patienten Cannabis auf Kassenrezept verschreiben können, ist die Zahl der verordneten Packungen um 80 Prozent...



Hersteller: Innovationen mehr schätzen

Neue, innovative Medikamente werden in Deutschland nicht ausreichend wertgeschätzt, sondern hauptsächlich als Kostenfaktor wahrgenommen....



Nebenwirkungen: Es lohnt sich, Statine weiter einzunehmen

Viele Patienten beenden eine Statin-Therapie, wenn Nebenwirkungen auftreten. Doch wer dran bleibt, hat einen größeren Nutzen als Schaden....

 
 

Dringend gesucht: Pflegekräfte für Intensivstationen
Krankenhäuser in Deutschland suchen händeringend Pflegekräfte auf Intensivstationen. Mehr als die Hälfte der Kliniken (53 Prozent) hatte...

Ärzte: Viele Aids-Todesfälle sind «absolut vermeidbar»
Aids verläuft aus Sicht von Ärzte ohne Grenzen in mehreren afrikanischen Ländern noch zu häufig tödlich. In Kliniken in Guinea, Kenia,...

Übernahmeangebot: Stada empfiehlt Aktionären Annahme
Vorstand und Aufsichtsrat des Pharmaherstellers Stada haben ihren Aktionären wie erwartet empfohlen, das neuerliche Übernahmeangebot der...

Forderung: Schluss mit Apothekenpflicht für Globuli
Homöopathika sollten nicht länger ausschließlich in der Apotheke verkauft werden. Das hat die Verbraucherschutzbeauftragte der Union,...

Antibiotika als OTC: Verboten und doch häufige Praxis
Etwa 7 Prozent aller Antibiotika zum Humangebrauch wurden im vergangenen Jahr in Europa ohne ärztliche Verschreibung eingenommen. Das ist...

Grapefruitsaft und Medikamente: Oft ein schlechter Mix
Die gleichzeitige Einnahme von Grapefruits oder ihrem Saft und manchen Medikamenten kann die Wirkung der Arzneimittel verstärken oder...

Je älter, desto mehr: Die Trinkgewohnheiten der Deutschen
Je älter die Bundesbürger werden, desto häufiger trinken sie Alkohol. 16 Prozent der Menschen ab 65 Jahren trinken ihn täglich oder fast...

Phase-II-Studie: Erfolg für HIV-Monatsspritze
HIV-Patienten, die keine Tabletten einnehmen wollen, können zukünftig stattdessen womöglich auf Injektionen im Vier- oder...

Schwerer Dengue-Ausbruch im Urlaubsland Sri Lanka
Mehr als 100.000 Fälle des gefährlichen Denguefiebers haben im bei Urlaubern beliebten Sri Lanka Ärzte und Helfer alarmiert. Die Föderation...

Fluglärm: Umweltbundesamt verlangt umfassenden Schutz
Dass Lärm kann krank machen, vor allem nachts, bestätigte das Umweltbundesamt (UBA) mit Sitz in Dessau in seinem jüngst veröffentlichten...

Jemen: Rotes Kreuz rechnet mit 600.000 Cholera-Erkrankungen
Im Bürgerkriegsland Jemen wird sich die Cholera-Epidemie nach Einschätzung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) noch...

Bei Medikamententests spielt Deutschland ganz oben mit
Medikamententests mit freiwilligen Probanden – nur in den USA werden mehr klinische Studien von Pharmaunternehmen durchgeführt als...

Bauprodukte: Umweltamt beklagt lasche Standards der EU
Bauprodukte wie Teppiche und Parkett werden aus Sicht des Umweltbundesamts in Deutschland nicht mehr ausreichend auf gesundheitliche...

Mückenzeit: Alle zwei Wochen eine neue Generation
Nach den häufigen Regenfällen der vergangenen Wochen legen Mücken in vielen Regionen Deutschlands noch einmal richtig nach. «Rund alle zwei...

Handschuhe und Plastiksack: Ambrosia richtig entsorgen
Die unliebsame Ambrosia-Pflanze macht derzeit Allergikern zu schaffen. Die Pollen der Ambrosia, die von Juli bis Oktober blüht, können bei...

Noch mehr Meldungen...

PHARMAZEUTISCHE ZEITUNG ONLINE IST EINE MARKE DER

 












DIREKT ZU