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Bayer: Mit Innovationen raus aus der Krise













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Bayer: Mit Innovationen raus aus der Krise
 


Die Konjunkturkrise hat Leverkusen erreicht: Während Umsatz und Ergebnis in den Sparten Gesundheit und Pflanzenschutz einigermaßen stabil blieben, sind sie bei den hochwertigen Kunststoffen in Oktober und November «erheblich» gesunken, berichtete Bayer-Vorstandchef Werner Wenning am Freitag in Leverkusen. «Das wirtschaftliche Umfeld hat sich in den vergangenen Wochen dramatisch verschlechtert», sagte Wenning laut Redemanuskript. «Dennoch bleiben wir für Bayer zuversichtlich.» Der Konzern will die Forschung und Entwicklung weiter stärken. Das Budget dafür lag 2008 bei rund 2,8 Milliarden Euro. Nur durch Innovationen könne Wachstum generiert werden. Derzeit hat Bayer 50 Arzneistoffe in der klinischen Phase, darunter den Wachstumsfaktor VEGF zur Behandlung der feuchten altersbedingten Makuladegeneration oder die Herz-Kreislauf-Wirkstoffe Riociguat und Cinaciguat. Zusätzlich sollen bis 2012 zehn umsatzstarke Pflanzenschutzwirkstoffe auf den Markt kommen.

Damit sich die Investionen in die Forschung lohnen, forderte Wenning einen weltweit geltenden Patentschutz: «Geistiges Eigentum ist als Grundlage für Innovationen unentbehrlich.» So machte Bayer 2007 etwa 40 Prozent seines Umsatzes mit patentgeschützten Produkten und Verfahren. Zusätzliche Anreize könne eine stärkere steuerliche Förderung der Forschung und Entwicklung über eine erhöhte Absetzbarkeit dieser Aufwendungen bringen. In Deutschland forschen rund 6300 der angestellten 11.800 Forscher und Entwickler Bayers. «Gerade für ein am Standort Deutschland forschendes Unternehmen ist es essenziell, dass die Innovationsfähigkeit hierzulande weiter verbessert wird», sagte Wenning. (db)

12.12.2008 l PZ
Foto: Bayer
 

 

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