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Schwangerschaft: Asthma-Medikamente unbedenklich













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Schwangerschaft: Asthma-Medikamente unbedenklich
 


Frauen können in der Schwangerschaft die gleichen Asthma-Medikamente verwenden, die ihnen auch vorher geholfen haben. Dies meldet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Die meisten Asthma-Medikamente sind nicht speziell daraufhin überprüft worden, ob sie zur Anwendung in der Schwangerschaft sicher sind. Es bestehen jedoch auch keine größeren Sicherheitsbedenken. Am besten untersucht sind inhalative Corticoide, vor allem Budesonid gilt als unbedenklich. Zu diesem Schluss kommt auch eine Metaanalyse von Forscherinnen der Universität von Montreal in Kanada. Der Analyse zufolge traten unter inhalativen Corticoiden insgesamt weniger Probleme durch Asthma bei der Mutter und weniger Belastungen bei ihren Kindern auf. Die Zahl der Kinder, die mit Missbildungen zur Welt kamen, erhöhte sich durch die Medikamentenanwendung nicht.

«Unpräzise Angaben in medizinischen Zeitschriften haben kürzlich zum Beispiel zu Medienberichten geführt, die fälschlicherweise nahe legten, Asthma-Medikamente könnten bei Ungeborenen zu einer Missbildungsrate von fast 10 Prozent führen», sagt der Leiter des IQWiG, Professor Dr. Peter Sawicki. Dies und die Tatsache, dass viele Arzneimittel nicht bei Schwangeren geprüft werden, führe zu Verunsicherung der Frauen. Sawicki fordert daher mehr Arzneimittelstudien, an denen auch Schwangere teilnehmen: «Wir brauchen mehr verlässliches Wissen über die Wirkung unverzichtbarer Arzneimittel in der Schwangerschaft.» Das IQWiG hat die Forschung zu Asthma in der Schwangerschaft geprüft und die Ergebnisse als allgemeinverständliche Informationen auf seiner Website www.gesundheitsinformation.de veröffentlicht. (ch)

04.12.2008 l PZ
Foto: Fotolia/Arto
 

 

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