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Noweda: Gute Bilanz, hohe Dividenden

Die Apothekergenossenschaft Noweda blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. «Wir können Ihnen eine gute, solide Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung vorlegen», sagte Vorstandsvorsitzender Wilfried Hollmann am Donnerstag während der Generalversammlung in Essen. Trotz unruhiger Marktbedingungen konnte der Pharmagroßhändler seinen Umsatz um 7,6 Prozent auf 2,46 Milliarden Euro steigern. Der Jahresüberschuss kletterte um 8,35 Prozent auf 13,15 Millionen Euro. Dies erlaube es, die Dividenden für die Genossenschaftsanteile zu erhöhen, sagte Hollmann. Für die Grundanteile erhält jeder Teilhaber 9,35 Prozent, für die freiwilligen Anteile 11,22 Prozent.

 

Den Grund für den Erfolg des Unternehmens sieht Hollmann in der genossenschaftlichen Struktur. Die Zahl der Mitglieder stieg im vergangenen Geschäftsjahr auf mehr als 6500. «Immer mehr Apothekerinnen und Apotheker wird bewusst, was ein Unternehmen im organisatorischen Hintergrund der Offizinapotheke wert sein kann, wenn es nicht nur stark ist, sondern sich auch im Eigentum der Apothekerinnen und Apotheker und damit in ihrem unmittelbaren Einfluss befindet.» Damit spielte er auf Konkurrenten an, die im Verdacht stehen, im Fall der Aufhebung des Fremdbesitzverbots eigene Ketten bilden zu wollen. Noweda biete nicht nur Qualität und Verlässlichkeit, sondern unterstütze klar die inhabergeführte Apotheke. Zudem sei man unabhängig von der Stimmungslage an den Börsen.

 

Hollmann warnte eindringlich vor einer Liberalisierung des Apothekenmarkts: «Die für das Gesundheitswesen verantwortlichen Politiker müssen aus den Fehlern der Finanzkrise lernen. Anschauungsmaterial haben sie nun genug.» Er sieht dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum Fremdbesitzverbot optimistisch entgegen. Es gebe «keinen Grund für Hektik, vorauseilenden Gehorsam, Alarmstimmung oder gar Endzeitstimmung». «Die Apotheke hat geniale Stärken, und die muss sie ausspielen», forderte Hollmann. Dazu gehören umfassende Beratung und soziale Kompetenz. Dies fehle auch dem Versandhandel: «Arzneimittel gehören in die Apotheke. Zu dieser Aussage gibt es kein Aber.» (db)

 

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27.11.2008 l PZ

Foto: Fotolia/Lai



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