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Tarifvertrag: Vorerst keine Einigung über Gehälter

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Tarifvertrag: Vorerst keine Einigung über Gehälter
 


Der neue Gehaltstarifvertrag für Angestellte in Apotheken lässt weiter auf sich warten. In einer ersten Verhandlungsrunde konnten der Arbeitgeberverband der Deutscher Apotheken (ADA) und die Apothekengewerkschaft Adexa gestern in Berlin keine Einigung erzielen. Die Vorstellungen beider Parteien seien einfach noch zu verschieden, sagte Adexa-Vorstand Tanja Kratt.
 
Der bisherige Tarifvertrag ist eigentlich bereits Ende 2016 ausgelaufen, nachdem die Gewerkschaft ihn gekündigt hatte. Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) aus dem vergangenen Herbst hatte Adexa aus Rücksicht auf die Arbeitgeber jedoch einem späten ersten Verhandlungstermin für einen neuen Vertrag zugestimmt. Anders als deutsche Apotheken dürfen ausländische Versender ihren Kunden seit dem EuGH-Entscheid Rabatte auf rezeptpflichtige Arzneimittel gewähren. Die Präsenzapotheker blicken damit in eine wirtschaftlich unsichere Zukunft und kämpfen für ein Rx-Versandverbot – bislang jedoch ohne Erfolg.
 
Die Angestellten wollen nun nicht länger warten. Im Juni könnte eine zweite Verhandlungsrunde stattfinden. «Wir erwarten dann vom ADA ein neues Angebot, das die Situation im Apothekenbereich besser abbildet», so Kratt. Schließlich habe sich die finanzielle Lage durch das Arzneimittel-Versorgungsstärkungsgesetz verbessert. Seit Mitte Mai erhalten Apotheken für Rezepturen einen Fixzuschlag von 8,35 Euro. Für den Dokumentationsaufwand bei der Abgabe von Betäubungsmitteln gibt es 2,91 Euro und damit deutlich mehr als die bislang üblichen 26 Cent. Kratt forderte auch mit Blick auf den Fachkräftemangel attraktive Gehälter, um ausreichend Nachwuchs für die Apotheke zu gewinnen.
 
ADA-Chef Theo Hasse ist zuversichtlich, dass eine Einigung der Tarifparteien gelingt. «Wir liegen gar nicht mehr so weit auseinander», sagte er gegenüber der PZ. Am 14. Juni wird der ADA-Vorstand demnach zusammenkommen und über ein Kompromissangebot der Adexa beraten. Stimmen die Arbeitgeber zu, ist eine zweite Verhandlungsrunde nicht mehr nötig. (sch)
 
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18.05.2017 l PZ
Foto: Fotolia/Style-Photography
 

 

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