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Innovationsfonds: Neue Förderprojekte, wenig Apotheker

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Innovationsfonds: Neue Förderprojekte, wenig Apotheker
 


Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat heute die Namen von Projekten bekannt gegeben, die 2017 mit Mitteln aus dem Innovationsfonds gefördert werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Ausschuss die Gewinnerprojekte der ersten Ausschreibung aus dem April 2016 gekürt – nun teilte er auch die Sieger der zweiten Ausschreibungswelle aus dem Mai mit. Apotheker sind an einem von 26 Projekten beteiligt.
 
Der Innovationsfonds war 2015 mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz geschaffen worden und soll sowohl innovative Versorgungsformen als auch die Versorgungsforschung fördern. 300 Millionen Euro jährlich stellt der Bund dafür bis 2019 bereit. 225 Millionen davon gehen an Projekte, der Rest fließt in die Forschung.
 
Apotheker machen diesmal nur bei einem Projekt mit, das von der AOK Nordost initiiert wurde. Es trägt den Titel «Optimierte Arzneimittelversorgung für pflegebedürftige geriatrische Patienten (OAV)» und soll multimorbide Patienten ab 65 Jahren besser versorgen. Oberstes Ziel sei es, arzneimittelinduzierte Schädigungen bei diesen Patienten zu vermeiden, teilten die Initiatoren mit. Zu diesem Zweck sollen Teams aus Ärzten, Apothekern, geriatrischen Pharmazeuten und Pflegefachkräften die Patienten arbeitsteilig begleiten und regelmäßig Fallkonferenzen abhalten. Die Projektmacher wollen beweisen, dass diese Form der Versorgung langfristig Kosten einspart und die Gesundheit der Betroffenen verbessert. 4800 Patienten sollen teilnehmen, pro Patient sollen Ausgaben von rund 280 Euro anfallen. Beteiligt ist neben verschiedenen Krankenkassen, der Technischen Universität Berlin und der Universität Witten/Herdecke auch die Gesellschaft für geriatrische Pharmazie Gero PharmCare.
 
In zwei weitere Projekte, die sich ebenfalls mit dem Thema Medikation befassen, sind keine Apotheker einbezogen. Das Projekt «Medikamentenmanagement und Gesundheitsvorsorge bei Menschen mit geistiger Behinderung» der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg widmet sich geistig Behinderten, die gleichzeitig von Polymedikation betroffen sind. Sie sollen unter anderem durch Hausbesuche betreut werden: allerdings nicht von Ärzten oder Pharmazeuten, sondern von Absolventen der Pflegewissenschaften (sogenannte Advanced Practice Nurses). Auch an einem Projekt zur Verbesserung des Entlassmanagements der AOK Baden-Württemberg sind lediglich Hausärzte, aber keine Pharmazeuten beteiligt. (ap)
 
20.04.2017 l PZ
Foto: Fotolia/Pressmaster
 

 

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