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Gesundheitskosten: Apotheken helfen Steuern sparen

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Gesundheitskosten: Apotheken helfen Steuern sparen
 


Wer Gesundheitsausgaben für seine Steuererklärung 2016 geltend machen möchte, kann sich von seiner Stammapotheke Unterstützung holen. Darauf macht der Deutsche Apothekerverband (DAV) heute aufmerksam. «Jeder Patient, der seine Steuererklärung macht, sollte prüfen, ob es sich für ihn lohnt, notwendige Gesundheitsausgaben geltend zu machen, um Steuern zu sparen», rät der DAV-Patientenbeauftragte Berend Groeneveld in einer Pressemitteilung der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.
 
Helfen könnten Apotheken beispielsweise mit einer nachträglich ausgestellten Jahresübersicht für Inhaber einer Kundenkarte, sagt Groeneveld. Falls also Quittungen und Belege aus dem Jahr 2016 nicht vollständig vorhanden sein sollten, könne in vielen Fällen die Hilfe der Apotheke in Anspruch genommen werden. «Der Service sowie Inhalt und Form der Bescheinigungen können von Apotheke zu Apotheke variieren», betont der Patientenbeauftragte.
 
Bei der Steuererklärung dürfen Gesundheitskosten wie Arzneimittelausgaben im jeweiligen Einzelfall als «Außergewöhnliche Belastungen» geltend gemacht werden. Infrage kommen laut DAV sowohl die gesetzlichen Zuzahlungen in Höhe von 5 bis 10 Euro pro rezeptpflichtigem Medikament als auch die Kosten für die rezeptfreie Selbstmedikation, etwa Magen- und Erkältungsmittel.
 
Damit das Finanzamt die Ausgaben anerkennt, muss der Patient neben dem Zahlungsbeleg aus der Apotheke auch die medizinische Notwendigkeit der Ausgaben vorweisen. Bei den gesetzlichen Zuzahlungen für Rx-Medikamente ist ein ärztlich ausgestelltes rosa Rezept bereits Voraussetzung für die Arzneimittelabgabe. In der Selbstmedikation kann derweil die medizinische Notwendigkeit beispielsweise durch ein Grünes Rezept nachgewiesen werden, auf dem der Arzt ein nicht von der Krankenkasse übernommenes Arzneimittel empfehlen kann. Auch hier entscheidet das Finanzamt jeweils im Einzelfall.
 
Der DAV weist darauf hin, dass die Gesundheitskosten erst ab dem Überschreiten einer bestimmten Belastungsgrenze, die von Einkommen, Familienstand und Kinderzahl abhängt, steuerlich relevant werden. (cd)
 
19.04.2017 l PZ
Foto: Fotolia/VRD
 

 

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