Die Zeitschrift der deutschen Apotheker

 

Pharmazeutische Zeitung

 

PTA-Forum

 

PZ-Akademie

 

DAC/NRF

 

 

 

Rezeptfreie Produkte: Umsatz steigt um 4 Prozent

NACHRICHTEN

 
Rezeptfreie Produkte: Umsatz steigt um 4 Prozent
 


Im Jahr 2016 haben Offizin und Versandhandel rezeptfreie Produkte im Wert von 12,9 Milliarden Euro (effektive Verkaufspreise) in Deutschland verkauft. Das geht aus heute veröffentlichten Analysen des Marktforschungsunternehmens QuintilesIMS hervor. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und etwa 1,2 Milliarden abgegebenen Packungen (plus knapp 1 Prozent zu 2015).
 
Laut QuintilesIMS entfällt gut die Hälfte der Umsatzsteigerung auf OTC-Arzneimittel (51 Prozent). Der Rest des Umsatzes der rezeptfreien Produkte teilt sich in Medizinprodukte (44 Prozent), Gesundheitsmittel wie etwa Nahrungsergänzungsmittel oder Augenpräparate (29 Prozent) und Kosmetik- und Körperpflegeartikel (23 Prozent) auf. 5 Prozent des Umsatzes machen Ernährungsprodukte wie Schlankheitsmittel oder Traubenzucker aus.
 
Vier Fünftel des Umsatzes rezeptfreier Arzneimittel aus dem Jahr 2016 gehen den Auswertungen zufolge auf Selbstmedikationspräparate zurück, darunter vor allem apothekenpflichtige Produkte. Über Verordnungen wurde lediglich knapp ein Fünftel (19 Prozent) des Umsatzes generiert.
 
In fast allen Bereichen ist demnach ein Umsatzwachstum festzustellen, nur die Ernährungsprodukte verzeichnen mit minus 3 Prozent einen Rückgang. Deutlich zugelegt haben hingegen die Gesundheitsmittel mit 9 Prozent. Dazu hat QuintilesIMS zufolge auch der Versandhandel beigetragen, der 2016 in diesem Bereich mit 22 Prozent Umsatz zweistellig angewachsen ist (Absatzplus: 19 Prozent). Im Vergleich dazu stieg der Umsatz von Gesundheitsmitteln in der Offizin 2016 lediglich um 6 Prozent im Vergleich zu 2015 an (Absatzplus: 1 Prozent).
 
OTC-Arzneien legten in fast allen Produktkategorien bei Online-Apotheken nach Wert und Menge zu, so das Marktforschungsunternehmen. Medizinprodukte und Apothekenkosmetik verbuchten Steigerungen im unteren einstelligen Bereich, während der Absatz mehr oder weniger stagniere. (je)
 
19.04.2017 l PZ
Foto: Fotolia/Swapan
 

 

Das könnte Sie auch interessieren

 

 

Weitere Nachrichten

 


Pharmacon Meran: Mehr junge Besucher

Die Veranstalter des Pharmacon in Meran haben nach dem Abschluss des Kongresses eine positive Bilanz gezogen. Es seien noch einmal mehr...



Hautkrebsschutz: Besser bedecken als eincremen

Sonnencreme schützt beim Sonnenbaden nicht vor Hautkrebs. Das betonte Teresa Amaral vom Zentrum für Dermatoonkologie der...



Impfberatung: Kitas müssen Verweigerer künftig melden

Die Bundesregierung will konsequenter gegen Eltern vorgehen, die sich einer Impfberatung verweigern. Das geht aus dem Entwurf eines...



Drug targeting: Von adressierten Päckchen und Schleusentoren

Ein Drug Targeting, also die zielgenaue Anreicherung eines Arzneistoffs am Wirkort nach systemischer Gabe, ist für viele Arzneistoffe...

 
 

Reisedurchfall: Trinken und Paracetamol
Wer im Urlaub Durchfall bekommt und ein Schmerzmittel nehmen möchte, sollte am besten Paracetamol wählen. Darauf wies Professor Thomas...

Ramadan: Gläubige sollten Medikamente trotzdem nehmen
Muslime sollten auch während der Fastenzeit weiter ihre Medikamente nehmen. Darauf hat die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher...

Obama sieht Gesundheitsversorgung «insgesamt bedroht»
Der frühere US-Präsident Barack Obama hat eindringlich dafür geworben, die von ihm eingeleitete Reform des amerikanischen Gesundheitswesens...

Knochenmarkspende: Gemeinsam gegen Blutkrebs
In Deutschland sind mit gut 7,4 Millionen Menschen so viele Knochenmarkspender registriert wie noch nie zuvor. Das geht aus Zahlen des...

Tabakanbau: Warum Rauchen auch der Umwelt schadet
Die Deutsche Krebshilfe führt Rauchern nicht nur die gesundheitlichen, sondern auch die ökologischen Folgen des Rauchens vor Augen. «Die...

Stratifizierte Medizin: Es gibt noch Luft nach oben
Sogenannte Präzisionsarzneimittel, die nur bei Patienten mit bestimmten Eigenschaften wirken, werden momentan noch nicht optimal genutzt....

Digitale Gesundheitsdienste: Zwischen Skepsis und Vertrauen
Rund die Hälfte der Deutschen steht digitalen Gesundheitsdiensten skeptisch gegenüber. Das geht aus einer Studie hervor, die der Verein...

In der Pipeline: MAB für die kranke Haut
Was haben Avelumab, Dupilumab und Brodalumab gemeinsam? Drei Gemeinsamkeiten und viele Details stellte Professor Dr. Manfred...

Neue Arzneimittel: 2016 war ein gutes Jahr
Insgesamt 32 neue Wirkstoffe kamen im Jahr 2016 in Deutschland neu auf den Markt – der Großteil davon Sprung- oder Schrittinnovationen....

Verstopfung: Besser beraten in der Apotheke
Wer an chronischer Verstopfung leidet, kann sich in der Apotheke diskret und persönlich beraten lassen. Darauf wies der Apotheker Christian...

FIP: Arzneimittelentwicklung besser einbetten
Bei der Entdeckung und Entwicklung neuer Arzneimittel sollen künftig nicht mehr einzelne Krankheiten isoliert betrachtet werden....

CRISPR/Cas9: Tatsächliche und zukünftige Anwendungen
Das als Genschere bekannt gewordene CRISPR/Cas9-System ermöglicht eine ganze Reihe von neuen medizinischen Optionen. Was bereits angewandt...

Noch mehr Meldungen...

PHARMAZEUTISCHE ZEITUNG ONLINE IST EINE MARKE DER

 












DIREKT ZU