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Gefährlichkeit neuer Grippe-Erreger vorhersagbar

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Gefährlichkeit neuer Grippe-Erreger vorhersagbar
 


Bislang lässt sich nur vage vorhersagen, ob neu entdeckte Typen von Grippeviren aus Vögeln beim Menschen eine schwere Influenza verursachen und das Potenzial haben, eine weltweite Erkrankungswelle auszulösen. Forscher des Universitätsklinikums Freiburg haben deshalb ein Verfahren entwickelt, mit dem sich einschätzen lässt, ob tierische Influenzaviren für Menschen gefährlich sind. Wie aus einer Pressemeldung der Hochschule hervorgeht, hat das Forscherteam um Professor Dr. Peter Stäheli am Institut für Virologie seine Ergebnisse im «Journal of Experimental Medicine» publiziert.
 
Die Wissenschaftler statteten Labormäuse mit einem Gen für die Influenzavirus-Abwehr des Menschen aus. Der Resistenzfaktor MxA gilt als wesentlicher Bestandteil der genetischen Virusabwehr beim Menschen. Während Mäuse ohne MxA für viele Influenza-A-Virustypen empfindlich sind, waren Mäuse mit dem menschlichen Resistenzgen gegen tierische Influenzaviren hochgradig resistent. Sie waren jedoch für jene Virustypen empfindlich, welche bereits seit Längerem in der menschlichen Bevölkerung zirkulieren.
 
«Mit unserem Ansatz können wir bei neu entdeckten Grippeviren schnell und sicher feststellen, ob sie eine Gefahr für den Menschen darstellen», sagt Stäheli. Ein entsprechender Test könne zukünftig die Risikobewertung anhand von bislang üblichen Virusgenom-Analysen wesentlich ergänzen. Dadurch ließen sich bei erhöhtem Gefahrenpotenzial rechtzeitig die Schutzmaßnahmen anpassen. (ss)
 
DOI: 10.1084/jem.20161033
 
11.04.2017 l PZ
Foto: Fotolia/djama
 

 

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