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Brustkrebs-Impfstoff zeigt erste Erfolge in Studie

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Brustkrebs-Impfstoff zeigt erste Erfolge in Studie
 


Ein Impfstoffkandidat gegen das in vielen Brustkrebstumoren überexprimierte HER2-Protein hat sich in einer klinischen Studie als sicher und verträglich erwiesen. Das berichten Forscher um Dr. Brian Czerniecki vom Moffitt Cancer Center in Tampa, Florida, im Fachjournal «Clinical Cancer Research». Bei 80 Prozent der Patientinnen rief die Vakzine eine messbare Immunreaktion hervor.
 
HER2 wird in etwa 25 Prozent aller Brusttumore überexprimiert, was mit einem aggressiven Erkrankungsverlauf und einer schlechten Prognose einhergeht. Die Forscher entwickelten daher einen personalisierten Impfansatz, der das Immunsystem verstärkt auf das HER2-Protein auf Krebszellen ansetzt. Die Forscher entnehmen für den Impfstoff jeder Patientin dendritische Zellen. Diese Immunzellen dienen der Antigenpräsententation und können eine Immunantwort induzieren, indem sie T-Zellen aktivieren. Die dendritischen Zellen der Patientinnen werden mit Fragmenten des HER2-Proteins in Kontakt gebracht und die so behandelten Immunzellen den Patientinnen zurückinfundiert. Jede Probandin erhielt einmal wöchentlich für sechs Wochen ihre eigenen modifizierten dendritischen Zellen entweder in den Tumor, in die Lymphknoten oder in beide Stellen injiziert. Insgesamt wurden 54 Brustkrebs-Patientinnen auf diese Weise behandelt, von denen sich 42 in einem frühen Stadium befanden und 12 einen invasiven Tumor aufwiesen.
 
Die Impfung wurde weitestgehend gut vertragen, berichten die Forscher. Etwa 80 Prozent verspürten leichte Nebenwirkungen wie Fatigue (41 Prozent), Reaktionen an der Injektionsstelle (41 Prozent) und Schüttelfrost (14 Prozent). Die Untersuchung zeigte auch, dass die Vakzine in der Lage ist, eine Immunreaktion zu bewirken: Bei 80 Prozent der Probandinnen war eine Immunreaktion nachweisbar. Bei 28 Prozent der Patientinnen mit nicht invasivem Tumor war diese Reaktion so stark, dass sie eine komplette pathologische Remission erreichten. Diese war so definiert, dass bei einer anschließenden Probenahme keine Tumorzellen im entfernten Gewebe gefunden werden konnten. Bei den Frauen mit invasivem Tumor war dies nur bei einer von zwölf Probandinnen der Fall. Hinsichtlich der Wirkung und der unerwünschten Wirkungen spielte der Injektionsort keine Rolle. Die Effektivität der personalisierten Vakzine muss noch in weiteren Untersuchungen mit größeren Teilnehmerzahlen getestet werden. (ch)
 
DOI: 10.1158/1078-0432.CCR-16-1924
 
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10.01.2017 l PZ
Foto: Fotolia/Lars Zahner
 

 

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