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Metformin könnte Frühgeburten verhindern

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Metformin könnte Frühgeburten verhindern
 


Das orale Antidiabetikum Metformin kann bei einem erhöhten Frühgeburtsrisiko eine zu frühe Entbindung verhindern – zumindest bei Mäusen. Im «Journal of Clinical Investigation» präsentiert eine Forschungsgruppe um Dr. Wenbo Deng vom Cincinnati Children’s Hospital in Ohio und Dr. Jeeyeon Cha von der Vanderbilt University in Nashville entsprechende Studienergebnisse. Die Wirkung kommt wahrscheinlich über eine Hemmung des mTORC1-Signalwegs (Mammalian Target of Rapamycin Complex 1)und eine Aktivierung des AMPK-Signalwegs (AMP-aktivierte Proteinkinase) zustande. Beide Effekte werden über das Protein Sestrin 2 vermittelt, dessen Freisetzung Metformin angekurbelt.
 
Die Wissenschaftler machten ihre Beobachtungen an Mäusen, denen das Gen p53 fehlt, was erfahrungsgemäß das Risiko für Frühgeburten erhöht. Bei diesen Tieren war die Funktion der Dezidua gestört, einer dicken Membran, die den Uterus auskleidet und über die der wachsende Embryo mit Nährstoffen versorgt wird. p53-defiziente Mäuse zeigten eine vorzeitige Zellalterung in der Dezidua, die zu Frühgeburt führen kann. Metformin verhinderte das ebenso wie der Pflanzeninhaltsstoff Resveratrol, der allerdings gegenüber dem Antidiabetikum weniger effektiv war. Weitere Studien müssen jetzt zeigen, ob das Prinzip auf den Menschen übertragbar ist. Der Evidenzgrad zum Einsatz von Metformin in der Schwangerschaft ist laut der Informationsseite embryotox.de nur mittel, ohne dass jedoch ein Anhalt für Teratogenität gefunden worden sei. (am)
 
DOI: 10.1172/JCI87715
 
26.07.2016 l PZ
Foto: Fotolia/Engine Images
 

 

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