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DGPPN: Psychosoziale Versorgung für Flüchtlinge ausbauen

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DGPPN: Psychosoziale Versorgung für Flüchtlinge ausbauen
 


Flüchtlinge sollen schneller und flächendeckender auf psychische Störungen untersucht werden als bisher. Das fordert die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung sei bei Flüchtlingen die Rate für Posttraumatische Belastungsstörungen bis um das Zehnfache erhöht, teilte die DGPPN jetzt mit. «Verschiedene Erhebungen zeigen zudem, dass auch andere psychische Erkrankungen – etwa Depressionen, Angststörungen oder schwere Anpassungsstörungen – bei Flüchtlingen deutlich häufiger vorkommen», erklärte Meryam Schouler-Ocak, die bei der DGPPN das Referat für Interkulturelle Psychiatrie und Psychiatrie leitet. Flüchtlinge verübten auch überdurchschnittlich oft Suizidversuche.
 
Die DGPPN sieht hier die Bundesregierung am Zug. Vor allem flächendeckende Screenings auf psychische Erkrankungen müssten bei Flüchtlingen im Rahmen der medizinischen Erstuntersuchungen zur Regel werden, forderte DGPPN-Präsidentin Iris Hauth in der Mitteilung. Bei akuten Symptomen müssten die Betroffenen unmittelbar an einen Facharzt vermittelt werden. Zudem gelte es, die Fachkräfte im Gesundheitswesen und in den Erstaufnahmeeinrichtungen für die psychosoziale Situation der Flüchtlinge zu sensibilisieren. Dafür seien gezielte Schulungen unverzichtbar. Sprach- und Kulturvermittler sollten dabei helfen, Barrieren abzubauen. (cd)
 
24.03.2016 l PZ
Foto: Fotolia/RioPatuca Images
 

 

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