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Idelalisib: Sicherheitshalber ein Antibiotikum geben!

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Idelalisib: Sicherheitshalber ein Antibiotikum geben!
 


Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA hat vorläufige Sicherheitsmaßnahmen für den Einsatz des Idelalisib-haltigen Krebsmedikaments Zydelig® von Gilead veröffentlicht. So sollen alle Patienten unter dem Tyrosinkinase-Hemmer vorsorglich mit einem Antibiotikum behandelt werden, um eine durch den Erreger Pneumocystis jirovecii hervorgerufene Lungenentzündung zu verhindern.
 
Zudem wird empfohlen, die Patienten auf Infektionen hin zu überwachen und regelmäßig die Zahl der weißen Blutkörperchen zu kontrollieren, da eine reduzierte Anzahl davon das Infektionsrisiko erhöht. Ferner rät das Expertengremium davon ab, eine Idelalisib-Therapie bei Patienten mit einer generalisierten Infektion aufzunehmen.
 
Der PRAC weist darauf hin, dass dies vorläufige Sicherheitsmaßnahmen sind, solange die in der Vorwoche gestartete EMA-Untersuchung zu Idelalisib noch läuft. Anlass war ein verstärktes Auftreten von schweren Nebenwirkungen in laufenden Studien. Auch Todesfälle, hauptsächlich infolge von Infektionen, sind dabei laut EMA aufgetreten. In diesen nun gestoppten Studien waren Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) und indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen eingeschlossen. Allerdings wurde Idelalisib in den Studien nicht so eingesetzt, wie es bei den bisher zugelassenen Indikationsgebieten des Medikamentes geschieht. Daher ist noch unklar, ob diese Studienergebnisse für die zugelassenen Anwendungsgebiete von Zydelig Konsequenzen haben werden. (ss)
 
Lesen Sie dazu auch
Wirkstoffprofil Idelalisib|Zydelig®|86|2014 in unserer Datenbank Neue Arzneistoffe
 
Mehr zum Thema Krebs und Zytostatika
 
18.03.2016 l PZ
Foto: Fotolia/Robert Kneschke
 

 

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