Die Zeitschrift der deutschen Apotheker

 

Pharmazeutische Zeitung

 

PTA-Forum

 

PZ-Akademie

 

DAC/NRF

 

 

 

Für Kinder: Täglich Sport und gesünderes Schulessen

NACHRICHTEN

 
Für Kinder: Täglich Sport und gesünderes Schulessen
 


Täglich eine Stunde Sport und ein ausgewogenes Schulessen nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): Das forderte ein Expertengremium bei einer Konferenz der «Stiftung Rufzeichen Gesundheit!», deren zentrales Anliegen die Prävention des metabolischen Syndroms ist. «In Deutschland fehlt eine Präventionskultur», konstatierte Professor Dr. Hans Hauner vom Lehrstuhl für Ernährungsmedizin an der TU München laut einer Pressemeldung. Andere Länder seien da viel weiter. Das 2015 verabschiedete Präventionsgesetz des Bundes genüge nicht.

 

Bisherige Bemühungen, die Zahl übergewichtiger Kinder durch gezielte Maßnahmen an Schulen zu senken, zeigen nach Meinung der Experten kaum eine wissenschaftlich nachweisbare Wirkung. Wichtiger als die Verhaltens- sei eine Verhältnisprävention: Anstatt Kindern zu sagen, sie sollen sich mehr bewegen oder sich gesund ernähren, müsse man vielmehr die Voraussetzungen dafür schaffen. Dazu gehöre zum Beispiel, mehr Sportlehrer einzustellen oder für eine Umgebung zu sorgen, in der sich Kinder automatisch gerne bewegen.

 

Auch ein Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel in Kindersendungen sei eine geeignete Maßnahme. In Belgien und Schweden gebe ein solches Verbot, heißt es in der Pressemeldung. Dort sind 8,5 beziehungsweise 10,9 Prozent der Kinder unter zehn Jahren übergewichtig oder fettleibig, in Deutschland dagegen 16 Prozent. Auch zwischen gesteigertem Medienkonsum und Übergewicht gebe es einen Zusammenhang. In Familien, in denen beim Essen ferngesehen wird oder im Kinderzimmer ein eigener Fernseher steht, sind Kinder häufiger übergewichtig.

 

Einig waren sich die Experten, dass die Schule ein geeigneter Platz für Präventionsmaßnahmen ist. Der Erfolg schulbasierter Präventionsprogramme solle regelmäßig überprüft werden – am besten im Rahmen eines flächendeckenden Monitorings. Bisher finde viel zu wenig Evaluierung statt. (bmg)

 

17.03.2016 l PZ

Foto: Fotolia/Gerhard Seybert

 

 

Das könnte Sie auch interessieren

 

 

Weitere Nachrichten

 


Heilpraktiker weisen «undifferenzierte Generalkritik» zurück

In der Diskussion um die Zukunft der Heilpraktiker in Deutschland haben deren Verbände die jüngste Kritik an ihrem Berufsstand...



Rx-Versandverbot: Union bleibt auf Kurs

Seit neun Monaten dürfen ausländische Arzneimittelversender deutschen Kunden Boni auf verschreibungspflichtige Arzneimittel gewähren. Die...



Merkel fordert mehr Einsatz für saubere Antriebsarten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Autobauer angesichts des Diesel-Skandals zu einem offensiveren Engagement für neue, saubere...



Digitale Rezeptsammelstelle: Prototyp auf der Expopharm

Der Schleier lüftet sich am Donnerstag, dem 14. September: Im Rahmen der diesjährigen Expopharm in Düsseldorf (13. bis 16. September)...

 
 

Umfrage: Onkologische Betreuung statt Methadonrezept
Das Interesse der Patienten an Methadon als Krebsmedikament ist groß, positive Erfahrungen allerdings sehr selten. Das ist das Ergebnis...

NGDA: Digitale Zukunft in Apothekerhand
Der digitale Wandel kommt und mit ihm technische Neuerungen wie die elektronische Gesundheitskarte oder Securpharm. Die Netzgesellschaft...

Sonnenschutz: Blass im Kommen, aber braun bleibt
Jedes Jahr wird Bräune für uncool und Blässe zum Trend erklärt. Aber ist das wirklich so? Bräune müsse eigentlich als Hautkrankheit...

Japan will Genome von Demenzkranken erforschen
Japan plant im Kampf gegen Demenz ein Datenzentrum zur Analyse von Patienten-Genomen. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo heute...

Bestrahlung: Wartezeit manchmal länger als Lebenserwartung
Rund 13.000 Krebspatienten bleiben mangels Therapiegeräten jedes Jahr in Griechenland von der Strahlentherapie ausgeschlossen. Das teilte...

Giftschlangen: Weltweiter Engpass bei Gegengiften
Giftige Schlangen verletzen mehr als 2,5 Millionen Menschen im Jahr, schätzungsweise 100.000 sterben. Das Fatale: Es gibt kaum noch...

Pharmabranche fordert bessere Bedingungen für Forschung
Die deutsche Chemie- und Pharmabranche hat im vergangenen Jahr so viel für Forschung und Entwicklung ausgebeben wie nie zuvor. Die...

Pro Impfschutz: Berliner Schüler werden per Bus informiert
Experten der Charité klären Schüler in Berlin und darüber hinaus im kommenden Schuljahr über Impfungen auf. Mit einem umgebauten Linienbus...

Alzheimer: Frühdiagnose über das Auge möglich?
Forscher hoffen, Alzheimer in Zukunft früher und ohne invasive Methoden zuverlässig diagnostizieren zu können – mittels Curcumin-Färbung...

Krankenkassen: Immer mehr auf der hohen Kante
Rekordbeschäftigung und gute Konjunktur füllen die Kassen der Gesetzlichen Krankenversicherung und dürften die Mitglieder vorerst vor...

Noch mehr Meldungen...

PHARMAZEUTISCHE ZEITUNG ONLINE IST EINE MARKE DER

 












DIREKT ZU