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PTA-Ausbildung: Reform muss her

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PTA-Ausbildung: Reform muss her
 


Immer mehr pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) gehen in Rente und immer weniger junge Menschen rücken nach. Die Apothekerkammer Niedersachen fordert deshalb bereits seit 2013 eine Reform der PTA-Ausbildung, um der Entwicklung entgegenzuwirken. Nun belegt eine Umfrage der Kammer, wie sehr eine Aktualisierung der Lehrinhalte auch von Apothekern, Lehrern und PTA begrüßt wird.

 

Magdalene Linz, Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen, macht die Zukunftssorgen deutlich: «In manchen Schulen können ganze Klassen nicht besetzt werden, weil qualifizierte Bewerber fehlen.» In Niedersachsen würden eindeutig weniger PTA ausgebildet, als in den Apotheken benötigt, warnte Linz in einer Mitteilung.

 

Um zu bestimmen, wie die Attraktivität des PTA-Berufs künftig gesteigert werden kann, hatte die Kammer eine schriftliche Umfrage gestartet, auf die insgesamt 349 Teilnehmer antworteten. Demnach wünschen sich 73 Prozent der befragten Apotheker, dass die PTA-Ausbildungszeit von zweieinhalb auf drei Jahre verlängert wird und das Berufspraktikum von sechs Monaten auf ein Jahr. 79 Prozent sprachen sich zudem dafür aus, den theoretischen Lehrstoff mehr an der Berufspraxis zu orientieren. Die Lehrer hielten hingegen nichts von einer verlängerten Ausbildungszeit, so die Kammer. 35 von 39 Befragten befürworteten eher eine Aktualisierung der Lehrinhalte. Während die kurze Ausbildungszeit für die Lehrer einen Pluspunkt in der Berufswahl darstellt, sehen das die ausgebildeten PTA nicht als Vorteil. Im Gegenteil: 51 Prozent der PTA waren der Meinung, die Ausbildungszeit müsse unbedingt auf drei Jahre verlängert werden, 29 Prozent stimmten immerhin mit vielleicht. Optimistisch zeigten sich die Schüler selbst. Der Umfrage zufolge bewerteten 45 Prozent ihre Berufsaussichten mit gut, 7 Prozent sogar mit hervorragend.

 

Von der Reform der Ausbildung profitierten letztlich alle, so Linz. «Pharmazeutisch gut ausgebildete PTA sind unersetzliche Fachkräfte in der öffentlichen Apotheke. Wir können und wollen auf sie nicht verzichten.» Um dem Bundesgesundheitsministerium bald eine einheitliche Position im Hinblick auf die PTA-Ausbildung vorzulegen, treffen sich die Berufsvertreter laut Kammer am morgigen Donnerstag zur Diskussion in Berlin. (je)

 

16.03.2016 l PZ

Foto: Fotolia/Mangostock

 

 

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