Die Zeitschrift der deutschen Apotheker

 

Pharmazeutische Zeitung

 

PTA-Forum

 

PZ-Akademie

 

DAC/NRF

 

 

 

Beim Dauerblick aufs Handy leidet der Nacken

NACHRICHTEN

 
Beim Dauerblick aufs Handy leidet der Nacken
 


Wer sich ständig über sein Smartphone, Tablet oder E-Book beugt, riskiert einen sogenannten Handynacken. Auf dieses Krankheitsbild weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) zum Tag der Rückengesundheit am 15. März hin. Wenn der Nutzer es mit dem Gebrauch seines Mobilgeräts übertreibe und den Kopf permanent neige, führe dies zur Überlastung der Halswirbelsäule, zu Muskelverspannungen sowie zu Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich.
 
Die Überstrapazierung der Halswirbelsäule bereitet den Medizinern die größte Sorge. Sie entstehe, wenn der Nutzer stundenlang mit herabhängendem Kopf und damit in einer unnatürlichen Haltung auf das Display blicke, heißt es in der DGOU-Mitteilung. Kräfte von mehr als 20 Kilogramm wirkten so zusätzlich auf die Wirbelsäule ein. «Das entspricht mehr als einem Kasten Wasser.» Eine untrainierte Rückenmuskulatur begünstige den Handynacken noch. Dauerhafte Muskelverhärtungen, Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich, Kopfschmerzen und Verschleißerscheinungen könnten die Folge sein.
 
«Der Mensch ist eigentlich ein Lauf- und Bewegungstier», erklärt Bernd Kladny, stellvertretender DGOU-Generalsekretär, in der Mitteilung. Viele Rückenleiden könnten verhindert werden, «wenn wir durch regelmäßigen Sport und Ausgleich mehr in unsere Muskulatur investieren würden».
 
Auch im Alltag sei es wichtig, auf seine Haltung zu achten. Die DGOU rät, etwa am Schreibtisch regelmäßig Pausen einzulegen und zwischendurch Lockerungsübungen zu machen. «Viele Menschen unterschätzen, dass schon leicht umzusetzende Aktivitäten die Rückenmuskulatur stärken», heißt es. Zudem sei die richtige Sitzposition entscheidend, nämlich mit entspannten Schultern gerade sitzend und die Füße am Boden nebeneinanderstehend. Mobile Geräte sollten generell näher vor das Gesicht gehalten werden. «Lieber die Augen senken als Kopf und Nacken», schreibt die DGOU. (cd)
 
10.03.2016 l PZ
Foto: Fotolia/Westend61
 

 

Das könnte Sie auch interessieren

 

 

Weitere Nachrichten

 


Rekombinantes Parathormon vor Zulassung

Natpar könnte in Europa das erste verfügbare Medikament zur Behandlung eines Hypoparathyreoidismus werden. Bei der seltenen Erkrankung ist...



Krebstherapie: Erstes Biosimilar im EU-Markt

Für die Onkologie in Europa ist es ein wesentlicher Schritt: Mit Truxima™ des südkoreanischen Unternehmens Celltrion hat das erste...



Brexit: Viele Ärzte überlegen, die Insel zu verlassen

Einer Umfrage der British Medical Association (BMA) zufolge zieht es mehr als jeder vierte ausländische Arzt (42 Prozent) in Betracht, nach...



Tag der seltenen Erkrankungen: Forschung im Fokus

Am 28. Februar findet bereits zum zehnten Mal der internationale Tag der seltenen Erkrankungen statt. Er soll weltweit auf die Nöte und...

 
 

KBV: Politik soll gegen Klinik-Wildwuchs vorgehen
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat mehr Engagement der Politik zur Umsetzung der Krankenhausstrukturreform gefordert. Für eine...

Fiebersyndrome: neue Indikationen für Canakinumab
Für Patienten mit bestimmten Formen sogenannter hereditärer periodischer Fiebersyndrome (HPF) könnte in Kürze eine neue Therapieoption zur...

Rx-Boni: Gerichtsverfahren hat sich erledigt
Die Wettbewerbszentrale wird das Verfahren zu Rx-Boni vor dem Oberlandesgericht...

Mehr Diabetiker als vermutet: Jeder Zehnte leidet daran
In Deutschland leben mehr Menschen mit Diabetes als bisher geschätzt: Inzwischen leidet rund jeder zehnte Bundesbürger mit einer...

GKV: Finanzplus lässt auf stabilen Zusatzbeitrag hoffen
Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr ein Finanzplus von rund 1,4 Milliarden Euro eingefahren. Das Geldpolster der...

Rx-Versandverbot: Ressorts sind sich nicht einig
Das von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) geplante Versandverbot für verschreibungspflichtige Medikamente ist nach wie vor...

Stada: Erstes verbindliches Übernahmeangebot eingegangen
Der Pharmakonzern Stada hat heute das erste rechtlich verbindliches Übernahmeangebot erhalten. Laut Ad-hoc-Meldung von Stada umfasst die...

WHO: Immer mehr Menschen leiden an Depressionen
Die Zahl der Menschen mit Depressionen steigt weltweit rasant. Nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren 2015 rund 322...

Farbige Fun-Kontaktlinsen: Fragwürdiger Fastnachtsspaß
Freiverkäufliche Fun- oder Crazylinsen sollten nur so kurz wie möglich im Auge gelassen und am besten unter augenärztlicher Kontrolle...

Krankenkassen wollen Zyto-Ausschreibungen behalten
Die deutschen Krankenkassen ziehen alle Register, um das geplante Ende der Zyto-Ausschreibungen zu verhindern. In einem Schreiben an die...

Depressionen: Merkel sieht Aufklärungs- und Handlungsbedarf
Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht großen Handlungsbedarf für die Aufklärung über Depressionen – und für Gespräche mit Arbeitgebern...

Studie: Image der Pharmaindustrie bleibt schlecht
Die Pharmaindustrie hat weiterhin ein schlechtes Image. Nach Ansicht von fast drei Vierteln der Deutschen (73 Prozent) ist die Branche vor...

Alkohol an Karneval: Risiken nicht verharmlosen
Gerade im Karneval herrscht beim Alkohol oft Narrenfreiheit. Psychiater und Suchtexperte Darius Chahmoradi Tabatabai, Chefarzt am Vivantes...

Grippewelle: Höhepunkt wohl überschritten
Die schlimmste Phase der Grippesaison in Deutschland ist wahrscheinlich überstanden. Die Welle halte zwar an, allerdings scheine der...

Morbus Fabry: Selten und häufig übersehen
Bis zur Diagnose der seltenen Erkrankung Morbus Fabry vergehen im Schnitt 13 bis 18 Jahre. «Bei jungen Patienten mit Schlaganfall sowie bei...

Noch mehr Meldungen...


PHARMAZEUTISCHE ZEITUNG ONLINE IST EINE MARKE DER

 












DIREKT ZU