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Deutschland setzt sich für globalen Kampf gegen Sepsis ein

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Deutschland setzt sich für globalen Kampf gegen Sepsis ein
 


Deutschland will bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dafür eintreten, den Kampf gegen Sepsis weltweit zu forcieren. Ziel solle sein, in allen Ländern Daten zu dieser oft tödlichen Erkrankung zu erheben, stärker über Symptome aufzuklären und die Vorbeugung von Infektionen zu verbessern, sagte der Vorsitzende der Global Sepsis Alliance, Konrad Reinhart, heute in Jena. Eine entsprechende Vorlage solle 2017 von Deutschland und anderen europäischen Staaten in die Vollversammlung eingebracht werden. Die Initiative sei wichtig, weil das Problem damit global angegangen werde, betonte der Leiter des UN-Umweltprogramms, Achim Steiner.
 
In Deutschland hat die Zahl der Erkrankungen in den vergangenen Jahren im Schnitt um 5,7 Prozent zugenommen: zwischen 2007 und 2013 von rund 200 500 auf etwa 279 500, wie Wissenschaftler um Reinhart im «Deutschen Ärzteblatt» berichten. Für fast jeden vierten Patienten (24,3 Prozent) endete die Erkrankung demnach tödlich.
 
Bei einer Sepsis gerät eine Entzündung außer Kontrolle, die körpereigene Abwehr schädigt das eigene Gewebe. Erreger gelangen von einem Herd, zum Beispiel einer Wunde, aus in die Blutbahn und werden in andere Organe getragen, wo sie sich ansiedeln und neue Krankheitsherde bilden. Das kann zum Versagen lebenswichtiger Organe und zum Tod führen. Auf einem zweitägigen Symposium der Nationalen Akademie der Wissenschaften beraten Experten in Jena über Strategien gegen Sepsis.
 
10.03.2016 l dpa
Foto: Fotolia/DOC RABE Media
 

 

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