Die Zeitschrift der deutschen Apotheker

 

Pharmazeutische Zeitung

 

PTA-Forum

 

PZ-Akademie

 

DAC/NRF

 

Impfausweis nicht nur vor Fernreisen kontrollieren

NACHRICHTEN

 
Impfausweis nicht nur vor Fernreisen kontrollieren
 


Der Impfausweis gehört neben der Reiseapotheke zu den wichtigsten gesundheitsbezogenen Urlaubsvorbereitungen eines jeden Fernreisenden. «Reiseimpfungen gegen Tropenkrankheiten können je nach Region und Saison sehr wichtig sein», sagt Mathias Arnold, Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, anlässlich der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin. Noch wichtiger sei jedoch der lückenlose Basisimpfschutz hier in Deutschland. «Die Durchimpfungsraten müssen gerade bei Kinderkrankheiten wie Masern weiter erhöht werden, um nicht nur die eigene Familie und Freunde, sondern letztlich auch die gesamte Bevölkerung effektiv zu schützen.»
 
Nach Berechnungen des Deutschen Arzneiprüfungsinstitutes (DAPI) in Berlin werden bundesweit 478 Impfdosen pro 1000 gesetzlich Versicherten vom Arzt verordnet und in Apotheken abgegeben (Stand: 2014). Mit 623 Impfdosen liegt die Zahl in Ostdeutschland jedoch auch 25 Jahre nach der Deutschen Einheit immer noch um 40 Prozent höher als in Westdeutschland (441).
 
«Die Apotheken können einen gesellschaftlichen Beitrag leisten, um die Durchimpfungsrate zu verbessern», so Arnold. «Sie stehen als Partner für wohnortnahe Informations- und Beratungsangebote zum Impfen jederzeit bereit. Mit mehr als einer Milliarde Patientenkontakten im Jahr haben die 20.000 Apotheken alle Möglichkeiten dazu.» Die reisepharmazeutische Beratung ist laut Arnold ein Service, der ohnehin in vielen Apotheken angeboten wird.
 
Auf dem Stand der Apotheker auf der Tourismusbörse erhalten die Verbraucher eine Reiseimpfberatung anhand des Impfausweises und ihrer Urlaubspläne, aber auch Informationen zur Prävention von Malaria und anderen Reisekrankheiten sowie Tipps zur Reiseapotheke. Die ITB findet vom 9. bis 13. März 2016 im Berliner Messezentrum statt. Der Stand der Apotheker in Halle 24 wird vom Berliner Apotheker-Verein (BAV) koordiniert und durch die ABDA unterstützt.
 
Mehr zum Thema Reisemedizin
 
09.03.2016 l ABDA/PZ
Foto: Fotolia/Rehorst
 

 

Das könnte Sie auch interessieren

 

 

Weitere Nachrichten

 


Hepatitis C: Zwei neue Mittel zur Zulassung empfohlen

Epclusa® und Zepatier® heißen zwei neue Arzneimittel, die aller Voraussicht nach bald die therapeutischen Optionen...



Arzneiformen für Kinder: Todesurteil für die Parabene

Kommt jetzt das Aus für die Parabene? Professor Dr. Jörg Breitkreutz (Foto) vom Institut für Pharmazeutische Technologie der...



ASS bei Kindern: Das muss kein Fehler sein

Viele wissen, dass der Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) wegen der Gefahr des Reye-Syndroms bei Kindern nicht eingesetzt werden sollte....



Generika: EU-Parlament will Produktion stärken

Das EU-Parlament will den Generikamarkt stärken und hat die EU-Kommission zu einer entsprechenden Gesetzesänderung aufgefordert. Das teilte...

 
 

Phase-I-Studien: EMA überarbeitet Vorschriften
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) stellt die Vorschriften auf den Prüfstand, die gelten, wenn Arzneistoffe zum ersten Mal an...

Chronische Sinusitis: Nasen-Mikrobiom ist nicht schuld
Die Zusammensetzung der Bakterien in der Nasenhöhle unterscheidet sich bei Menschen, die an einer chronischen Entzündung der...

Tierhaltung: EMA will Colistin-Einsatz beschränken
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) will dafür sorgen, dass der veterinärmedizinische Einsatz des Antibiotikums Colistin in Europa...

Heimversorgung: Lagerraum als Arbeitsstätte zulässig
Apotheken dürfen die Heimversorgung auch von einem externen angemieteten Lagerraum aus regeln. Das hat das Bundesverwaltungsgericht...

Polymedikation bei Senioren: Merkkarte unterstützt Apotheker
Senioren haben grundsätzlich ein höheres Risiko für unerwünschte Arzneimittelwirkungen als jüngere Menschen, weil sie häufig mehrere...

Ärzte gegen Übergewicht: Softdrink-Steuer soll Trend stoppen
Im Kampf gegen Übergewicht haben Ärzte eine Softdrink-Steuer, mehr Schulsport und Ernährungskunde als Unterrichtsfach vorgeschlagen. Mehr...

Noch mehr Meldungen...













DIREKT ZU