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Kampf gegen Zika: Atomenergiebehörde sagt Hilfe zu

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Kampf gegen Zika: Atomenergiebehörde sagt Hilfe zu
 


Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) will ihre Mitgliedsstaaten in Südamerika im Kampf gegen das Zika-Virus stärker unterstützen. In den kommenden vier Jahren sollten 2,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden, um die krankheitsübertragenden Mücken zu bekämpfen, teilte die UN-Organisation in Wien mit. Der Plan umfasst auch, Experten aus den betroffenen Ländern im April in Österreich auszubilden und Geräte zu liefern, um eine Zika-Infektion deutlich schneller feststellen zu können als bisher.
 
Hauptaugenmerk bleibt die sogenannte «Verhütungsmethode» für Moskitos: Bei der bereits erprobten Technik werden Millionen männlicher Tiere gezüchtet, kurz bestrahlt und dadurch unfruchtbar. Die nicht radioaktiven Tiere werden in den betroffenen Gebieten in Wellen zu je einer Million jede Woche freigelassen. Nach der Paarung legen die Weibchen keine Eier mehr. So kann die Population reduziert werden. In Brasilien werden die Mücken ab September freigelassen. «Wenn wir die Moskitos kontrollieren, kontrollieren wir auch das Virus», sagte der stellvertretende Generaldirektor der IAEA, Aldo Malavasi. Positiver Nebeneffekt sei, dass auch andere durch Mücken übertragene Krankheiten wie das Dengue-Virus eingedämmt würden.
 
Das Zika-Virus ist nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Schwangere gefährlicher als bisher angenommen. Zwar fehlten weiterhin letzte Beweise dafür, dass das Virus Schädelfehlbildungen Mikrozephalie bei Neugeborenen verursache. Aber es sei klar, dass das Virus auch die Plazenta oder das Nervensystem schädigen könne, sagte WHO-Direktorin Margaret Chan. «Mikrozephalie ist nur eine von verschiedenen möglichen Anomalien.»
 
09.03.2016 l dpa
Foto: Fotolia/Coloures-pic
 

 

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