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Bionorica bleibt auf Wachstumskurs

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Bionorica bleibt auf Wachstumskurs
 


In Deutschland läuft es gut für Bionorica. Weniger erfreulich sind die Zahlen des Russland-Geschäftes. Insgesamt bleibt der Neumarkter Phytopharmakahersteller aber ganz klar auf Wachstumskurs.
 
Mehr als 100 Millionen Euro habe Bionorica im vergangenen Jahr erlöst, bilanzierte Konzernchef Michael Popp bei der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in Düsseldorf. Ein Absatzplus von 12,8 Prozent hat Bionorica einen neuen Umsatzrekord im Deutschland-Geschäft beschert. Vor allem die Präparate Sinupret, Bronchipret und Imupret hätten das Wachstum getrieben. Popp zeigte sich mit dem Wachstum seines Unternehmens zufrieden: «Unser Erfolg ist vor allem ein Beleg dafür, dass immer mehr Ärzte, Apotheker und Patienten dem Potenzial unserer pflanzlicher Arzneimittel vertrauen», sagt Popp. Grund dafür sei die wissenschaftliche Qualität und die nachgewiesene Wirkung der Arzneimittel.
 
Mehr als die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet Bionorica im Ausland. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Nettoumsatz um 5,1 Prozent auf 244,3 Millionen Euro. Das Ergebnis wäre noch besser gewesen, hätte nicht das Russlandgeschäft wegen des schlechten Wechselkurses geschwächelt. Zwar konnte der Absatz im wichtigsten Auslandsmarkt gehalten werden, deutlich niedrigere Preise haben aber den Ertrag sinken lassen. Fast 30 Millionen Euro kostete der niedrige Rubel das Unternehmen. Laut Popp wird Bionorica seine Expansionsstrategie in diesem Jahr weiterführen. In Indien, China, Mexiko und Brasilien sollen neue Produkte eingeführt werden. Ganz oben steht dabei Sinupret.
 
Weniger erfolgreich war Bionorica bei der im Vorjahr angekündigten Einführung eines Cannabis-Fertigarzneimittels. Dieses scheiterte, weil es in der EU kein zugelassenes Fertigarzneimittel gibt, gegen das Bionorica das eigene Produkt hätte testen können. Nun setzt das Unternehmen auf den Gesetzentwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium. Wird der Gesetz, dann könnte Bionorica in der zweiten Jahreshälfte die Ausgangsstoffe für Cannabis-Rezepturen in die Apotheken liefern. Neben Dronabinol will Bionorica auch natürliches und synthetisches Cannabidiol anbieten. Popp sieht sein Unternehmen nach der Übernahme von THC-Pharm vor zwei Jahren mit einem deutlichen Wettbewerbsvorsprung. (dr)
 
07.03.2016 l PZ
Foto: Fotolia/freshidea
 

 

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