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Großhandel: Gehe baut Kooperationsangebote aus

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Großhandel: Gehe baut Kooperationsangebote aus
 


Für das Jahr 2016 setzt der Pharmahändler Gehe verstärkt auf Digitalisierung. Künftig sollen alle Gesund-leben-Apotheken im Internet zu finden sein. Wie Gehe-Geschäftsführer André Blümel heute in Berlin auf einem Pressegespräch informierte, sollen bis Ende des Jahres alle Kooperationsapotheken mit dem Mindeststandard ausgestattet sein, einer Art Web-Visitenkarte ohne Module zur Interaktion. Darüber hinaus seien die Leistungsangebote dann individuell erweiterbar bis hin zur Luxuswebpräsenz mit allerlei Interaktionsmöglichkeiten sowie Click-and-Collect-Service.

 

Als Hintergrund für diese Maßnahme verweist Blümel auf eine aktuelle Studie, derzufolge auch im Internetzeitalter immer noch 40 Prozent aller deutschen Apotheken nicht im Netz präsent sind. Damit Kunden die nächste Kooperationsapotheke vor Ort besser finden, soll es zudem sogenannte Geomarketing-Module geben. Kunden bekommen dann etwa über Apps wie «Around me» oder auch über Kartenanzeige die nächstliegende Gesund-leben-Apotheke angezeigt.

 

Aber auch Apotheken, die nicht unter der Dachmarke laufen, sollen künftig von neuen Angeboten profitieren können. Dazu hat der Pharmahändler das Leistungspaket namens Gehe-Spa aufgelegt, das zum 1. April starten soll. Für 98 Euro im Monat können interessierte Apotheken in vier Kategorien Unterstützung erhalten. Im Bereich Kompetenz sind etwa Akademieleistungen im Angebot. Bei der Vermarktung unterstützt der Großhändler beim Abverkauf. Im Segment Management gibt es ebenfalls Hilfe, darüber hinaus sollen auch attraktive Einkaufskonditionen den Apothekern das Angebotspaket schmackhaft machen. Auf Wunsch gibt es auch Unterstützung beim Aufbau oder Ausbau der Webpräsenz, dies allerdings gegen Zusatzgebühr.

 

Grundsätzlich findet der Wettbewerb im Großhandel nach wie vor über die Einkaufskonditionen statt, bestätigt der Gehe-Chef. Aber auch über Leistungsangebote mit Mehrwert für Apotheker lasse sich beim Kunden punkten. Derzeit hat der Pharmahändler nach eigenen Angaben 16 Prozent Marktanteil. (et)

 

03.03.2016 l PZ

Foto: Fotolia/Gajus

 

 

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