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AMVV: Änderungswünsche nicht berücksichtigt

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AMVV: Änderungswünsche nicht berücksichtigt
 


Auch wenn Apothekern der Arzt bekannt ist, dürfen sie fehlende Namen oder Telefonnummern auf dem Rezept nicht selbst ergänzen. Wie die ABDA in einem Schreiben an ihre Mitglieder mitteilte, hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die Anregungen der Apotheker nicht berücksichtigt. Diese wollten das Verordnungsverfahren zur 14. Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) nutzen, um die Arzneimittelversorgung der Patienten zu erleichtern und Probleme mit den Krankenkassen zu vermeiden.
 
Insbesondere ging es dabei um die seit Juli 2015 in der AMVV vorgeschriebene Regelung, dass auf dem Rezept immer auch Vorname und Telefonnummer des verschreibenden Arztes vermerkt sein müssen. Die Apotheker hatten dies begrüßt, weil es bei Nachfragen die Kontaktaufnahme erleichtert. Jedoch kommt es seitdem bei der Rezeptbelieferung immer wieder zu Problemen, da einige Ärzte die Vorgaben nach wie vor nicht berücksichtigen. Die Apotheker müssen den Arzt dann um Ergänzung der fehlenden Angaben bitten, da ihnen ansonsten Retaxationen seitens der Kassen drohen.
 
Um Patienten trotzdem versorgen zu können, hatten die Apotheker angeregt, zumindest in Fällen, in denen ihnen der verschreibende Arzt bekannt ist, die fehlenden Angaben selbst ergänzen zu dürfen. Diesem Vorschlag ist das BMG bislang nicht nachgekommen. Wie die ABDA mitteilte, hat das Ministerium die Apotheker aber diesbezüglich für Anfang März zu einem Gespräch eingeladen, an dem auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband teilnehmen sollen.
 
Auch ein weiterer Vorschlag blieb in der geänderten AMVV unberücksichtigt. So hatten die Apotheker angeregt, die Gültigkeitsfristen von ärztlichen Verschreibungen bei sogenannten T-Rezepten und Verschreibungen von Betäubungsmitteln (BtM) zu vereinheitlichen. Bislang sind T-Rezepte sechs Tage nach dem Tag der Ausstellung gültig, BtM-Rezepte sieben Tage. Nach Ansicht der Apotheker führt dies in der Praxis nur zur Verwirrung, sachliche Gründe für die abweichenden Gültigkeitsregelungen gibt es nicht.
 
Die 14. Version der AMVV, die Anlage 1 in verschiedenen Positionen neu regelt, wurde am 23. Februar im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die Änderungen im Status der Verschreibungspflicht für den Wirkstoff Praziquantel werden am 1. März 2018 in Kraft treten. Die übrigen Änderungen sind ab 1. März 2016 verbindlich. (et)
 
26.02.2016 l PZ
Foto: Fotolia/Gina Sanders
 

 

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