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Bilanz 2015: Rekordjahr für Bayer

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Bilanz 2015: Rekordjahr für Bayer
 


Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer meldet für 2015 ein Rekordergebnis. Laut der heute von Bayer-Chef Marijn Dekkers präsentierten Geschäftsbilanz steigerte der Konzern den Umsatz um 12 Prozent auf über 46,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 41,3 Milliarden Euro). Der Gewinn legte vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie Sonderposten um 18,2 Prozent zu und beläuft sich auf knapp 10,3 Milliarden Euro (8,7 Milliarden Euro). Das gute Ergebnis resultiert in erster Linie aus dem sehr gut laufenden Gesundheitsgeschäft (HealthCare). Gleichzeitig profitierte der Weltkonzern mit Sitz in Leverkusen von der anhaltenden Euro-Schwäche.

 

«Operativ war es erneut ein Rekordjahr für Bayer», sagte Dekkers auf der Bilanz-Pressekonferenz. Strategisch habe das Unternehmen alle notwendigen Schritte unternommen, um Bayer zu einem reinen Life-Science-Unternehmen zu machen. Im vergangenen Jahr habe Bayer den früheren Teilkonzern MaterialScience unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht und so die Weichen für eine Weiterentwicklung des Unternehmens gestellt, betonte Dekkers. Für das laufende Jahr stellte der Bayer-Chef ein erneutes Umsatz- und Ergebniswachstum in Aussicht.

 

Einen gewichtigen Anteil an der erfolgreichen Bilanz hat der Bereich Health Care mit einer Umsatzsteigerung um knapp 20 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro (Vorjahr: gut 19 Milliarden Euro). Wie Dekkers betonte, trugen die neueren Pharma-Produkte maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung bei. Insbesondere der Blutgerinnungshemmer Xarelto®, das Augenmedikament Eylea®, die Krebsmittel Stivarga® und Xofigo® sowie Adempas® gegen Lungenhochdruck konnten ihren Umsatz deutlich steigern auf insgesamt gut 4,3 (2,9) Milliarden Euro. 

 

Auch im Segment Consumer Health lief es den Zahlen nach zu urteilen bestens. Hier ist laut Geschäftsbericht der deutliche nominale Umsatzzuwachs im Wesentlichen auf die OTC-Präparate zurückzuführen, die Bayer im Jahr 2014 von dem US-amerikanischen Unternehmen Merck & Co. erworben hatte, darunter beispielsweise auch das Hautpflegemittel Bepanthen®/Bepanthol® und das Antimykotikum Canesten®. Insgesamt bescherten die Zukäufe im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 1,8 Milliarden Euro.

 

Nach Unternehmensangaben ging die gute Geschäftsentwicklung Hand in Hand mit höheren Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Hier hatte der Konzern im vergangenen Jahr rund 740 Millionen Euro mehr investiert als im Jahr 2014, die Ausgaben lagen damit bei rund 4,3 Milliarden Euro. Weltweit beschäftigt der Konzern in diesem Bereich nach eigenen Angaben fast 15.000 Mitarbeiter.

 

Was die weiteren Aussichten für das laufende Geschäftsjahr anbelangt, so gibt sich Dekkers zuversichtlich: «Wir wollen weiter wachsen, sowohl beim Umsatz als auch bei unserem Geschäftsergebnis. Und das auf Basis eines Rekordjahrs», sagte der Vorstandsvorsitzende. Er selbst wird den Konzern in zwei Monaten auf eigenen Wunsch verlassen. Am 1. Mai übernimmt dann der bisherige Strategie-Chef Werner Baumann das Ruder. (et)

 

Lesen Sie dazu auch die Wirkstoffprofile in unserer Datenbank Neue Arzneistoffe:

 

25.02.2016 l PZ

Foto: Fotolia/Jolanta Mayerberg 

 

 

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