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Zoledronsäure hemmt Knochenabbau bei HIV-Patienten

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Zoledronsäure hemmt Knochenabbau bei HIV-Patienten
 


Eine Einmaldosis von 5 mg Zoledronsäure kann bei HIV-Patienten den Knochenabbau während des ersten Jahres einer antiretroviralen Therapie reduzieren. Das ist das Ergebnis einer Phase-II-Studie mit 63 Patienten, das die Autoren um Professor Dr. Igho Ofotokun von der Emory University in Atlanta gestern bei einer Fachkonferenz zu Retroviren in Boston präsentierten. Die einmalige Zoledronsäure-Infusion führte bei den 30- bis 50-jährigen Probanden nach zwölf Wochen zu einem 73 Prozent geringeren Knochenverlust verglichen mit Placebo. Nach 24 Wochen betrug der Unterschied noch 65 Prozent, ein Effekt, der über die 48-wöchige Studiendauer anhielt.
 
Der Anstieg des Osteoporose-Risikos ist eine bekannte Nebenwirkung der hoch aktiven antiretroviralen Therapie (HAART). Der Knochenschwund ist in den ersten beiden Jahren nach Behandlungsbeginn besonders ausgeprägt. So wurde auch in dieser Studie bei allen mit HAART plus Placebo behandelten Patienten ein verstärkter Knochenabbau beobachtet, jedoch bei keinem Probanden im Verum-Arm. Ofotokun hofft, dass die einmalige Zoledronsäure-Infusion eine Möglichkeit darstellt, den Knochenabbau zu verhindern. Da das Studienkollektiv sehr klein war und überwiegend aus dunkelhäutigen Männern bestand, müssten jedoch weitere, groß angelegte Studien folgen, um den Effekt in anderen Patientengruppen zu bestätigen. (am)
 
24.02.2016 l PZ
Foto: Fotolia/freshidea
 

 

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