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Chronische Schmerzen: Teamwork in der Versorgung gefragt

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Chronische Schmerzen: Teamwork in der Versorgung gefragt
 


In Deutschland leben rund 3,25 Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen, Tendenz steigend. «Die Zahl der Patienten, die im Krankenhaus mit einer multimodalen Schmerztherapie behandelt wurden, hat sich in den Jahren 2006 bis 2014 mehr als verdoppelt», sagte Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK heute in Berlin. Zu diesem Ergebnis kam die Kasse bei ihren bundesweiten Auswertungen von 8 Millionen Patientendaten für den Arztreport 2016.
 
Derzeit sei die Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen nicht ausreichend sichergestellt, so Straub. Nur jeder Fünfte bekomme die geeignete Behandlung. Neben der Unterstützung von Patienten und Ärzten fordert die Barmer «das Engagement der Kostenträger, politische Rahmenvorgaben und aktive Mitwirkung der Verwaltungspartner.» Straub geht noch weiter: «Die Bekämpfung des chronischen Schmerzes sollte ein nationales Gesundheitsziel werden.» Nur mit vereinten Kräften und interdisziplinärer Zusammenarbeit sei eine optimale Versorgung für die Betroffenen möglich.
 
Chronischer Schmerz ist ein komplexes Phänomen, weil er laut Straub gleichzeitig körperliche, psychische und soziale Faktoren umfasst sowie die Lebensqualität der Patienten massiv einschränkt. Zudem seien die Betroffenen kränker als Vergleichsgruppen im selben Alter. Das beweisen die Zahlen des Arzneimittelbedarfs und die zusätzlichen Begleiterscheinungen der Betroffenen. Besonders steige bei chronischen Schmerzpatienten das Risiko für Krankheiten wie etwa Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen oder Bluthochdruck. (je)
 
23.02.2016 l PZ
Foto: Fotolia/drubig-photo
 

 

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