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Schutz vor Zika: Papst lehnt Verhütung nicht mehr strikt ab

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Schutz vor Zika: Papst lehnt Verhütung nicht mehr strikt ab
 


Papst Franziskus schließt künstliche Verhütungsmittel nicht mehr rigoros aus, wenn es um eine Bedrohung wie das Zika-Virus geht. Verhütung sei «nichts absolut Böses» und sei in einigen Fällen sogar einleuchtend, sagte das katholische Kirchenoberhaupt nach Vatikanangaben auf dem Rückflug von Mexiko nach Rom. Die katholische Kirche lehnt Verhütungsmittel eigentlich ab, Franziskus hatte jedoch bereits früher mehr Flexibilität in der Frage angedeutet. Abtreibung als Reaktion auf eine Zika-Infektion verurteilte der Papst jedoch scharf: «Die Abtreibung ist nicht das kleinere Übel, es ist ein Verbrechen.»
 
Das Zika-Virus steht im Verdacht, bei Infektionen von Schwangeren Schädelfehlbildungen bei ihren Babys zu verursachen. Bewiesen ist die Verbindung noch nicht, hat aber im am schwersten betroffenen Brasilien bereits zu vermehrten Abtreibungen geführt. Mehrere Staaten Lateinamerikas raten Frauen dazu, Schwangerschaften derzeit zu vermeiden. Das von der Moskitoart Aedes aegypti, aber auch durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragene Virus ist bereits in rund 40 Ländern aufgetaucht, ein Impfstoff liegt noch nicht vor.
 
Der Kampf gegen Zika und seine Folgen wird nach einer Schätzung der Weltbank 3,5 Milliarden Dollar (3,15 Milliarden Euro) kosten. Sollte das Virus nicht bald gestoppt werden, könnte es sogar noch teurer werden, schätzen die Experten in Washington. Einen entsprechenden Bericht veröffentlichte die Weltbank am Donnerstag (Ortszeit). «Unsere Analyse unterstreicht, wie wichtig es ist, schnell zu handeln, um das Zika-Virus zu stoppen und die Gesundheit der Menschen in den betroffenen Regionen zu erhalten», sagte Weltbank-Präsident Jim Yong. Die Weltbank selbst hilft derzeit mit Leistungen im Wert von 150 Millionen Dollar.
 
19.02.2016 l dpa
Foto: Fotolia/XtravaganT
 

 

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