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Glinide definitiv nicht mehr erstattungsfähig

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Glinide definitiv nicht mehr erstattungsfähig
 


Die Behandlung mit Gliniden wird schon bald nur noch in medizinisch begründeten Einzelfällen von den Krankenkassen bezahlt. Das entschied der Gemeinsame Bundesauschuss (G-BA) heute in Berlin. Der Beschluss tritt am 1. Juli 2016 in Kraft.
 
Das Hin und Her um die Wirkstoffe reicht bis 2010 zurück. Die oralen Antidiabetika waren damals in die Kritik geraten, weil der therapeutische Nutzen der Wirkstoffgruppe nicht nachgewiesen werden konnte. Als Folge schloss der G-BA sie aus dem Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung aus.
 
Daran hat sich laut G-BA nichts geändert: «Bis heute liegen dem G-BA keine wissenschaftlich einwandfrei geführten klinischen Studien mit patientenrelevanten Eckpunkten vor», sagte Josef Hecken, Vorsitzender des G-BA, heute in Berlin. In Hinblick auf Mortalität, diabetische Folgekomplikationen und Lebensqualität lägen derzeit nur Kurzzeitstudien vor. Keine davon untersuche den Nutzen von Gliniden, wenn es etwa um die Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Schäden durch kardiovaskuläre Risiken gehe.
 
Das Bundesministerium für Gesundheit erhob 2010 Einspruch gegen den Beschluss des G-BA, die Glinide aus dem Leistungskatalog auszuschließen. Als Antwort zog der G-BA vor Gericht. Obwohl der Einspruch rechtswidrig war, startete 2014 ein weiteres Verfahren zur Überprüfung der Glinide, um ergänzende Studien von den Herstellern einzufordern. (je)
 
18.02.2016 l PZ
Foto: Fotolia/Balaraman
 

 

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