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Krebstherapie: Sport soll Prognose der Patienten verbessern

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Krebstherapie: Sport soll Prognose der Patienten verbessern
 


Bereits in der akuten Therapie sollten sich Krebspatienten moderat bewegen, um die körperlichen Belastungen von Operation und Chemotherapie besser verkraften zu können. Dazu rät die Techniker Krankenkasse (TK) und weist darauf hin, dass sie ihr Angebot «Sport als Therapie» ab sofort auf die häufigsten Krebserkrankungen ausweitet. Studien hätten gezeigt, dass etwa Brustkrebs-Patientinnen mit mäßigem Sport ihre Lebensqualität verbessern und auch ihre Lebenserwartung deutlich verlängern konnten, heißt es in einer Mitteilung. Voraussetzung dafür ist eine individuell verordnete Sporttherapie, die eine mittlere körperliche Belastung über mehrere Stunden pro Woche vorsieht.

 

«Inaktivität ist an sich schon ein Risikofaktor für Krebs», betont Sportmediziner Professor Martin Halle von der Technischen Universität München in der Mitteilung. Je eher damit begonnen werde, Inaktivität in Aktivität umzuwandeln, desto besser sei die Prognose des Tumorpatienten. «Hightech-Medizin und neue Behandlungsmethoden haben dafür gesorgt, dass die Prognose für viele Krebspatienten heute besser ist als noch vor 25 Jahren», bekräftigt Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK. Die Studienergebnisse machten aber auch deutlich, dass sich Therapieergebnisse und Prognosen noch verbessern lassen, wenn Patienten sich aktiv an der Therapie beteiligten.

 

Künftig soll Sport der TK zufolge schon während der Chemotherapie und Bestrahlung individueller Bestandteil der Krebsbehandlung sein. Bereits während des ersten Krankenhausaufenthalts müssten Behandlungspläne erstellt werden, die zudem gesunde Ernährung, psychoonkologische Betreuung und ein Gesundheits-Coaching vorsehen. «Es geht darum, dass der Patient sich von Beginn an daran gewöhnt, selbst für sich etwas zu tun», erklärt Sportmediziner Halle. «Das ist gut für die eigene Psyche. Und die Bewegung fördert die Verträglichkeit der Chemotherapie.» (cd)

 

18.02.2016 l PZ

Foto: Fotolia/Kara

 

 

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