Die Zeitschrift der deutschen Apotheker

 

Pharmazeutische Zeitung

 

PTA-Forum

 

PZ-Akademie

 

DAC/NRF

 

 

 

WHO kündigt internationalen Aktionsplan gegen Zika an

NACHRICHTEN

 
WHO kündigt internationalen Aktionsplan gegen Zika an
 


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will mit einem internationalen Aktionsplan die rasante Ausbreitung des Zika-Virus bremsen. Erkrankte sollen verbesserte medizinische Betreuung erhalten und die Entwicklung eines Impfstoffes schneller vorangebracht werden, teilte die WHO heute in Genf mit. Bei der Bekämpfung von Zika dürfe keine Zeit verloren werden. Das Virus könnte sich laut WHO künftig weltweit ausbreiten, da sich der Lebensraum für die Überträger-Mücken immer weiter vergrößere. Gründe dafür seien der Klimawandel, das rasche Städtewachstum und die Globalisierung.

 

Die Strategie des Aktionsplans umfasst Hilfen für den Kampf gegen die Überträger-Mücken sowie eine bessere Aufklärung über Risiken einer Infektion. Die Kosten sollen sich auf rund 50 Millionen Euro belaufen. Zika ist bereits in etwa 40 Ländern aufgetaucht. Am stärksten ist derzeit Brasilien betroffen. Das südamerikanische Land hat nun nach Angaben der WHO aufgrund der hohen Zahlen aufgehört, Zika-Infektionen zu registrieren. Laut Schätzungen lokaler Behörden haben sich bisher zwischen 500.000 und 1,5 Millionen Menschen infiziert.

 

Die WHO hatte den Zika-Ausbruch Anfang Februar als internationalen Gesundheitsnotfall eingestuft. Das Virus steht im Verdacht, bei Schwangeren schwere Schädelfehlbildungen der Ungeborenen zu verursachen. Einen wissenschaftlich gesicherten Beweis dafür gibt es bislang nicht. Mit intensiver Forschung soll nun herausgefunden werden, was die bisher unbekannte Verbindung zwischen Zika und Mikrozephalie ist. Üblicherweise verläuft der Großteil der Erkrankungen symptomlos.

 

Neuesten Erkenntnissen der WHO zufolge sind ungeborene Kinder weniger häufig von Mikrozephalie betroffen, wenn sich ihre Mütter erst nach dem sechsten Monat mit dem Zika-Virus anstecken. Die Generaldirektorin der WHO, Margaret Chan, will vom 22. bis zum 24. Februar in Brasilien Vertreter der Regierung und von Gesundheitsbehörden treffen. Den betroffenen Staaten sollen laut dem Aktionsplan Experten und Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, um die Situation zu verbessern. Das amerikanische Büro der WHO arbeite bereits seit Mai 2015 eng mit den südamerikanischen Ländern zusammen.

 

17.02.2016 l dpa

Foto: Fotolia/momius

 

 

Das könnte Sie auch interessieren

 

 

Weitere Nachrichten

 


ADKA: Stationsapotheker bundesweit benötigt

Die ADKA – Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker spricht sich ausdrücklich für die verpflichtende Einführung von Stationsapothekern...



Erfolg beim zweiten Anlauf: Investoren übernehmen Stada

Die Übernahmeschlacht um den Generikahersteller Stada ist beendet. Wie die Erwerbsgesellschaft der Investoren Bain Capital und Cinven, die...



Rheuma: Antibabypille könnte Erkrankungsrisiko senken

Frauen erkranken doppelt bis dreifach so häufig an einer rheumatischen Gelenkentzündung wie Männer. Um mehr über das geschlechtsspezifische...



Den Deutschen mangelt es an Jod und Vitamin D

Die deutsche Bevölkerung ist insgesamt nicht ausreichend mit Jod und Vitamin D versorgt. Zu diesem Ergebnis kommt die «Studie zur...

 
 

Versandapotheken: LAV will «gleiche Spielregeln für alle»
Wie angespannt die Situation der Apotheken auf dem Land teilweise ist, zeigte am 15. August eine Diskussion zum Thema «Gleiche Spielregeln...

Jemen: 500.000 Cholera-Verdachtsfälle
Die Zahl der Cholera-Verdachtsfälle im Jemen ist auf eine halbe Million gestiegen. Das meldet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Mitte...

Niedersachsen: «Wir brauchen Landärzte und Landapotheken»
Mit einem klaren Bekenntnis zur wohnortnahen Apotheke hat Niedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) am Abend des 17. August...

Drogenbeauftragte warnt vor Verharmlosung von Cannabis
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hat eindringlich vor einer Verharmlosung von Cannabis gewarnt. Zugleich...

Urteil: Importierte Blutegel noch keine Arzneimittel
Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass zu Therapiezwecken aus dem Ausland importierte Blutegel noch keine Arzneimittel sind....

Falsche Krebsmittel: NRW verschärft Apothekenkontrollen
Im Skandal um gepantschte Krebsmittel aus einer Bottroper Schwerpunktapotheke hat Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef...

Thüringen: Mehr Pharmazie mit weniger Apotheken
Apotheker sind in Thüringen immer gefragter, gleichzeitig nimmt die Zahl der Apotheken in dem Bundesland insbesondere im ländlichen Raum...

Asthma und COPD: 3,6 Millionen Todesfälle weltweit
3,2 Millionen Menschen starben einer internationalen Analyse zufolge 2015 weltweit an den Folgen einer chronisch obstruktiven...

Magnesium: Wann und wie viel substituieren?
Die Verbraucherschutzzentrale Sachsen hat das Pharmaunternehmen Klosterfrau wegen zu hoher Dosierempfehlungen für ein Magnesium-Präparat...

Bei Diabetes und Darmkrebs am besten Metformin
Das Antidiabetikum Metformin kann das Gesamtüberleben von Diabetikern mit Dickdarmkrebs verlängern, hat aber keinen Einfluss auf das...

Krebs: Gehilfe von Immun-Checkpoint entdeckt
Der Immun-Checkpoint PD-L1, mit dem Krebszellen der Zerstörung durch Killerzellen...

Sabine Dittmar: Mehr Kompetenzen statt Rx-Versandverbot
Die SPD will den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten beibehalten. Das betonte auch SPD-Gesundheitsexpertin Sabine...

Noch mehr Meldungen...

PHARMAZEUTISCHE ZEITUNG ONLINE IST EINE MARKE DER

 












DIREKT ZU