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Lungenfibrose: Wnt-Rezeptor als therapeutisches Target

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Lungenfibrose: Wnt-Rezeptor als therapeutisches Target
 


Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum München haben mit Kollegen von der Universität Groningen einen spezifischen Rezeptor des Wnt-Signalweges als neues therapeutisches Target für Patienten mit idiopathischer Lungenfibrose (IPF) identifiziert. Der Wnt-Signalweg ist einer von vielen Wegen zur Weitergabe von extrazellulären Signalen ins Zellinnere und nach dem Signalprotein «Wnt» benannt.
 
Das Team um Dr. Melanie Königshoff und Dr. Hoeke Baarsma am Comprehensive Pneumology Center des Helmholtz-Zentrums konnte jetzt eine Funktion des bislang unerforschten Rezeptors Frizzled-8 (FZD8) nachweisen. Die Aktivierung von FZD8 sei an der Veränderung von Signalwegen in der Zelle beteiligt, die bei der Ausbildung von fibrotischen Erkrankungen und möglicherweise auch anderen chronischen Lungenerkrankungen eine Rolle spielen, heißt es in einer Pressemeldung des Helmholtz-Zentrums. Die Ergebnisse sind im «FASEB Journal» veröffentlicht.
 
Die Forscher beobachteten, dass über FZD8 der TGF-beta (Transforming growth factor-beta) und der Wnt-Signalweg zusammenwirken. So komme es zur Fibroblastenaktivierung und zu einem Umbau des Lungengewebes – beides typisch für die IPF. TGF-beta-induzierte profibrotische Signale würden teilweise über den FZD8-Rezeptor reguliert. Dessen Effekt auf Fibroblasten biete die Möglichkeit, an einem wichtigen Schnittpunkt zwischen dem Wnt- und TGF-beta-Signalweg therapeutisch anzusetzen und den Rezeptor zu hemmen, erklärt Studienleiterin Königshoff. Die Wissenschaftler versuchen nun, die Rolle von FZD8 bei der Krankheitsentwicklung in Modellsystemen für chronische Lungenerkrankungen durch Inhibitoren weiter zu entschlüsseln. (bmg)
 
DOI: 10.1096/fj.201500129
 
16.02.2016 l PZ
Foto: Fotolia/hywards
 

 

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