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Null-Retax: Preis hofft auf Regierung

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Null-Retax: Preis hofft auf Regierung
 


Die unbefriedigende Situation bei Null-Retaxierungen ist für den Vorsitzenden des Apothekerverbands Nordrhein, Thomas Preis (Foto), ein gravierendes, andauerndes Ärgernis. Die bisherigen Verhandlungen zwischen Apothekern und der Gesetzlichen Krankenversicherung hätten bislang kein Ergebnis gebracht, kritisierte Preis beim Zukunftskongress seines Verbandes am vergangenen Samstag in Bonn. Auch in den Verhandlungen in der vergangenen Woche habe es keine Einigung gegeben. Preis drängt deshalb auf eine baldige Lösung. Sollte der Schwebezustand anhalten, «sei die Politik gefordert, Schaden von den Apothekern abzuwenden».
 
Das Jahr 2015 hatte laut Preis für die Apotheker Licht und Schatten. Mit einem leichten Plus beim Honorar und der Festschreibung des Apothekenabschlags habe sich die wirtschaftliche Lage der Apotheker zwar ein wenig verbessert, sagte Preis. Das bedeute allerdings nicht, dass die Honorarsituation der Apotheker zufriedenstellend sei, machte der Verbandsvorsitzende deutlich. Ein Beleg dafür sei die seit Jahren sinkende Apothekenzahl. Im vergangenen Jahr sei sie bundesweit um 200 gesunken. Deshalb müsse das Honorar der Apotheker regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Was bei Ärzten und Zahnärzten selbstverständlich sei, müsse auch für Apotheker gelten, sagte Preis.
 
Als Beispiel für die Leistungsfähigkeit der Apotheken bezeichnete Preis die Beratung zu der aus der Verschreibungspflicht entlassenen Pille danach. Die Apotheker hätten diese Aufgabe perfekt erfüllt, sagte Preis und bekam hier Unterstützung von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens. Apotheker und Frauen seien verantwortungsvoll mit der Pille danach umgegangen. Ärzte hätten dies zuvor bezweifelt, obwohl die Pille danach in fast allen europäischen Ländern ohne Rezept abgegeben werden darf. (dr)
 
15.02.2016 l PZ
Foto: PZ/Alois Müller
 

 

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