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Zika-Virus: Die Impfstoffentwicklung läuft

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Zika-Virus: Die Impfstoffentwicklung läuft
 


Wissenschaftler werden nach Einschätzung eines US-amerikanischen Experten noch in diesem Jahr einen Impfstoff gegen das Zika-Virus testen. «Wir werden zum Ende des Sommers einen Impfstoff-Kandidaten haben und der wird noch in diesem Jahr bereit für erste Tests sein», sagte der Direktor des US-amerikanischen Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID), Dr. Anthony Fauci, bei der Wissenschaftskonferenz AAAS in Washington. «Aber wann und ob dieser Impfstoff dann als sicher erklärt werden kann, das können wir natürlich nicht sagen.» In der Pharmaindustrie gebe es außergewöhnlich großes Interesse, sagte Fauci.
 
Normalerweise dauert die Entwicklung eines Impfstoffs in etwa drei bis acht Jahre. Im Falle des Zika-Virus gibt es laut NIAID den Vorteil, dass schon Vakzine-Kandidaten für Flaviviren, zu denen neben dem Zika- auch das Dengue- und West-Nil-Virus zählen, existieren. Diese könnten als Grundlage für die Forschung dienen. So arbeitet das Institut an verschiedenen Strategien, wie es auf dessen Website heißt. Eine davon ist ein DNA-basierter Impfstoff, der einer von NIAID-Forschern entwickelten experimenteller Vakzine gegen das West-Nil-Virus ähnelt. Letztere hatte sich bereits in einer Phase-I-Studie als sicher und effektiv gezeigt.
 
Gearbeitet werde auch an einem attenuierten Lebendimpfstoff, der auf einem vergleichbaren Dengue-Impfstoff aufbaut. Ein weiterer Ansatz sind genetisch veränderte virale Vektoren, nämlich Vesicular-Stomatitis-Viren (VSV), denen ein Gen des Zika-Virus eingebaut wurde. Dieser Ansatz wurde bereits bei der Entwicklung der Ebola-Vakzine VSV-ZEBOV verwendet. Eine entsprechende Zika-Vakzine soll jetzt in Zellkultur und ersten Tierversuchen getestet werden. Ab August könnten Phase-I-Studien beginnen, zeigte sich Fauci überzeugt.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte zuvor Hoffnungen auf eine rasche Verfügbarkeit von Impfstoffen gegen das Zika-Virus gedämpft. Experten hätten das Virus im Vorfeld unterschätzt, gestand WHO-Strategiechef Professor Christopher Dye laut Nachrichtenagentur dpa ein. «Wir hatten eine Liste mit acht potenziellen Virus-Gefahren und Zika stand nicht darauf.» (ch)
 
15.02.2016 l PZ
Foto: Fotolia/Photographee.eu
 

 

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