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Grippeimpfung: Schutz voraussichtlich lückenhaft

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Grippeimpfung: Schutz voraussichtlich lückenhaft
 


In Europa ist die Grippewelle angerollt und das europäische Zentrum zur Krankheitsprävention und -kontrolle (ECDC) hat eine erste Zwischenbilanz gezogen. Demnach dominieren momentan Typ-A-Viren das Infektionsgeschehen, insbesondere der A(H1N1)-pdm09-Stamm. Im weiteren Verlauf der Grippesaison ist allerdings damit zu rechnen, dass Typ-B-Viren der bereits jetzt geringfügig zirkulierenden Victoria-Linie zunehmend an Bedeutung gewinnen werden. Diese wird zwar vom tetravalenten Grippeimpfstoff erfasst, nicht jedoch vom breiter eingesetzten trivalenten. Der momentan dominierende Typ-A-Stamm ist in beiden Vakzinen enthalten.
 
Die Effektivität des saisonalen Grippeimpfstoffs schätzt die ECDC anhand von Daten aus Neuseeland als gut ein. Auf der südlichen Erdhalbkugel wurde dieses Mal gegen dieselben Stämme geimpft wie in Europa. Dort konnten damit geschätzt 50 Prozent der schweren, hospitalisierten Influenza-Fälle verhindert werden. Allerdings spielten in Neuseeland Typ-B-Viren nicht die Rolle, die sie im weiteren Verlauf der Grippesaison vermutlich in Europa spielen werden, sodass die Quote hier wohl schlechter ausfallen wird.
 
Aus einigen europäischen Ländern gibt es Hinweise, dass Infektionen mit dem zurzeit vorherrschenden A(H1N1)-Stamm bei Risikopatienten, aber auch bei ansonsten gesunden, jungen Erwachsenen vereinzelt zu schweren Verläufen führen. Diese Infektionen ließen sich sowohl durch die tri- als auch die tetravalente Grippeimpfung verhindern. (am)
 
10.02.2016 l PZ
Foto: Fotolia/Ursule
 

 

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