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Paracetamol in der Schwangerschaft erhöht Asthmarisiko

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Paracetamol in der Schwangerschaft erhöht Asthmarisiko
 


Nehmen Frauen während der Schwangerschaft Paracetamol ein, steigt das Asthmarisiko des Kindes. Dasselbe gilt, wenn das Neugeborene in den ersten sechs Monaten seines Lebens mit dem Schmerzmittel behandelt wird. Dieser Zusammenhang war schon aus früheren Studien bekannt. Bisher war jedoch nicht klar, ob der Risikoanstieg auf der Paracetamol-Einnahme beruht oder auf anderen Faktoren, etwa auf der Erkrankung, zu deren Behandlung Paracetamol eingesetzt wurde. Eine große, im «International Journal of Epidemiology» erschienene Untersuchung legt jetzt nahe, dass tatsächlich der Wirkstoff verantwortlich ist.
 
Die Autoren um Maria Magnus vom norwegischen Public-Health-Institut in Oslo zogen dafür die Daten von 114.500 Kindern aus der norwegischen Mutter-Kind-Kohortenstudie MoBa heran. Die Auswertung ergab, dass eine Paracetamol-Exposition des Kindes im Mutterleib beziehungsweise im ersten Lebenshalbjahr das relative Asthmarisiko um 13 beziehungsweise 29 Prozent erhöhte. Die Assoziation galt für Asthma im Alter von drei und sieben Jahren. Dabei spielte es keine Rolle, ob Paracetamol aufgrund von Schmerzen, Atemwegsinfekten/Influenza oder Fieber angewendet worden war. Um eine Verzerrung durch unbekannte, möglicherweise genetische Faktoren auszuschließen, berücksichtigten die Autoren zusätzlich den Paracetamol-Gebrauch der Mütter außerhalb der Schwangerschaft sowie den der Väter. Beides korrelierte jedoch nicht mit einem erhöhten Asthmarisiko des Kindes.
 
Da es sich bei Paracetamol um das bei Schwangeren und Kindern am häufigsten eingesetzte Analgetikum handelt, ist der sich erhärtende Verdacht einer Risikoerhöhung für Asthma ein bedeutender Befund. Bisher liegen allerdings nur Beobachtungsstudien zu dieser Fragestellung vor, die eine Kausalität nicht belegen können. Deshalb wäre eine randomisierte Studie hilfreich, so die Autoren. Sie betonen aber zugleich, dass bis auf Weiteres die Empfehlungen zur Paracetamol-Anwendung in der Schwangerschaft uneingeschränkt gelten. (am)
 
DOI: 10.1093/ije/dyv366
 
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10.02.2016 l PZ
Foto: Fotolia/psdesign1
 

 

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