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Kleve: Einzelhändler schaffen Kleinstgeld ab

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Kleve: Einzelhändler schaffen Kleinstgeld ab
 


Rund 90 Einzelhändler im niederrheinischen Kleve wollen in Zukunft auf Ein- und Zwei-Cent-Münzen verzichten. Stattdessen wollen sie auf fünf und zehn Cent auf- oder abrunden. Apotheken sind auch dabei, allerdings nur eingeschränkt. Die Arzneimittelpreisverordnung lässt Auf- und Abrunden nicht zu. Darauf hat die Apothekerkammer Nordrhein in einem Schreiben an die Apotheker in Kleve hingewiesen. Bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln müsse deshalb die Zuzahlung auf den Cent genau abgerechnet werden, sagt Ulrich Schlotmann, Leiter der Dorf-Apotheke im benachbarten Goch und Pressesprecher der Apotheker im Kreis Kleve.
 
Bei allen nicht preisgebundenen Produkten wollen die beteiligten Apotheker runden. Schlotmann sieht dabei in den meisten Fällen kein Problem, bei Senioren sei es aber sinnvoll nachzufragen, ob sie damit einverstanden sind. Allzu hoch solle man die Aktion aber nicht hängen, sagt er. Der Verzicht auf Ein- und Zwei-Cent-Münzen sei doch vor allem eine PR-Aktion. Zu viele Gedanken dazu, solle man sich nicht machen. Schlotmann: «Wir Apotheker sollten pragmatisch damit umgehen.»
 
Martin Messerich, Leiter der Flora-Apotheke in Kleve, findet die Aktion gut. «Wir machen da gern mit. Wir sprechen auch unsere Kunden darauf an.» Der Verzicht auf die kleinen Münzen sei auch eine gute Gelegenheit, ins Gespräch miteinander zu kommen. Insgesamt sei die Aktion ein Erfolg, sagt er. Allerdings beteiligten sich die großen Geschäfte wie Saturn oder Karstadt nicht daran. Für diese sei wohl die damit verbundene Umstellung der Preise zu aufwändig. (dr)
 
02.02.2016 l PZ
Foto: Fotolia/M. Schuppich
 

 

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