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Medizintechnik: Schweißsensor fürs Handgelenk

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Medizintechnik: Schweißsensor fürs Handgelenk
 


Einen tragbaren Minisensor, der anhand von Informationen aus unserem Schweiß Rückschlüsse auf unser körperliches Wohlbefinden schließen kann, hat ein US-amerikanisches Forscherteam entwickelt. Das Plastikarmband mit eingebetteten Minisensoren stellten die Forscher im Fachjournal «Nature» vor. Es misst Glucose, Lactat, Natrium- und Kaliumionen sowie die Körpertemperatur.

 

Das Gerät ist das erste, das die Informationen mehrerer Komponenten aus dem Schweiß zusammenfügen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse an ein Smartphone senden kann. «Es ist eine unglaubliche Leistung», sagt Jason Heikenfeld von der University of Cincinnati in Ohio laut einer Mitteilung von «Nature». Das Besondere sei die geringe Größe und die Möglichkeit, es einfach am Handgelenk anzubringen. Normalerweise hätten die bisher entwickelten Geräte die Größe eines Schuhkartons gehabt.

 

Das Sensorarmband könnte vor allem für Sportler, aber auch zur Behandlung von Krankheiten interessant sein. «Es könnte so etwas wie einen Alarm senden, wenn man seine Medizin nehmen sollte oder dehydriert und etwas Wasser trinken sollte», erklärt Ali Javey von der University of California, der an der Entwicklung beteiligt war.

 

Javey hat sich bereits um ein Patent für seine Entwicklung beworben. Trotzdem seien noch einige Hürden zu nehmen, bis man ein solches Armband auf den Markt kommt. Die Verwendungs­möglichkeiten seien jedoch vielfältig. «Der Schweißsensor werde zwar nie so genau wie ein Bluttest sein», sagt Javey. Dennoch habe er einen großen Vorteil. Schweiß müsse nämlich nicht mit einer Nadel abgenommen werden. Stattdessen habe man die Möglichkeit, im Minutentakt Informationen über den Zustand des Trägers zu bekommen.

 

Für die Zukunft erhofft sich Javey, sein Gerät weiter entwickeln zu können, um ein noch umfassenderes Bild über die Vorgänge im Körper zu bekommen. «Wenn wir noch andere Substanzen mit einbeziehen, sind wir vielleicht in der Lage, Informationen über die geistige Gesundheit einer Person zu bekommen», sagt er. (cd)

 

DOI: 10.1038/nature16521

 

29.01.2016 l PZ

Foto: Der-Hsien Lien/Hiroki Ota

 

 

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