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Arzneimittel: Leichte Kostensteigerung 2015

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Arzneimittel: Leichte Kostensteigerung 2015
 


Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat im vergangenen Jahr 32,9 Milliarden Euro für Arzneimittel ausgegeben. Nach Angaben des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) ist dies ein Anstieg um 5 Prozent gegenüber dem Jahr 2014. Getrieben wurde die Kostensteigerung demnach von hochpreisigen Medikamenten. Dabei sei die Zahl der zu Lasten der GKV abgegebenen Packungen mit 749 Millionen Stück auf Vorjahresniveau geblieben.
 
Nach Angaben der ABDA stiegen allein die Ausgaben für Hepatitis-C-Medikamente um 700 Millionen Euro. Der DAV-Vorsitzende Fritz Becker hält diese Entwicklung für akzeptabel. Die neuen HCV-Medikamente seien für Patienten überlebenswichtig, sagt Becker. Das Beispiel Hepatitis C zeige, wie wichtig innovative Arzneimittel seien. Den hohen Kosten stünden hohe Einsparungen gegenüber, weil vielen Patienten eine teure Lebertransplantation erspart bleibe.
 
Die Apotheker hätten zu der Kostensteigerung nicht beigetragen. Die Vergütung ihrer Leistung liegt weiterhin unter 3 Prozent der GKV-Gesamtausgaben. Becker: «Das Apothekenhonorar ist 2015 weitgehend konstant geblieben. Apotheken sind keine Kostentreiber.»
 
Der DAV-Vorsitzende erwartet, dass die GKV-Arzneimittelausgaben für 2015 demnächst noch nach unten korrigiert werden. In den Zahlen des DAV seien die Einsparungen aus den Rabattverträgen noch nicht aufgeführt. In den ersten drei Quartalen lagen diese bei 2,5 Milliarden Euro. (dr)
 
29.01.2016 l PZ
Foto: Fotolia/K.-U. Häßler
 

 

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