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Fälschungsrichtlinie: Zulauf bei Securpharm

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Fälschungsrichtlinie: Zulauf bei Securpharm
 


Immer mehr Pharmaunternehmen machen bei dem Gemeinschaftsprojekt Securpharm mit. Die Initiative erprobt und etabliert seit 2013 ein spezielles Codiersystem von Arzneimitteln, das Patienten vor gefälschten Medikamenten in der Lieferkette schützen soll. Nach Angaben von Securpharm haben sich allein in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres neun weitere Pharmahersteller dem Projekt angeschlossen. Immer mehr Unternehmen richteten ihre internen Prozesse so aus, dass sie die Anforderungen nach einer Echtheitsprüfung von Arzneimitteln anhand neuer Sicherheitsmerkmale erfüllen können, teilte die Initiative mit.
 
Grund für das wachsende Interesse ist eine Vorgabe der Europäischen Union, die eine Umsetzung der sogenannten Fälschungsschutzrichtlinie vorsieht. Die entsprechende Verordnung, in der die technischen und organisatorischen Kriterien für die Umsetzung festgelegt sind, soll voraussichtlich bereits im ersten Quartal 2016 in Kraft treten. Damit haben die einzelnen Mitgliedsstaaten drei Jahre Zeit, die Vorgaben zu erfüllen. Ab dem ersten Quartal 2019 dürfen dann nur noch verschreibungspflichtige Arzneimittel in den Verkehr gebracht werden, die mit den neuen als fälschungssicher geltenden Sicherheitsmerkmalen ausgestattet sind.
 
Die frühzeitige Anbindung sei wichtig, um die Unternehmensprozesse schon vor dem Starttermin 2019 unter Realbedingungen zu trainieren, und  mögliche interne Fehlerquellen zu identifizieren und auszuschließen, betont der Vorstandsprecher von Securpharm, Reinhard Hoferichter. Aktuell testen mehr als 30 Pharmahersteller, knapp 400 Apotheken, der Großhandel und die Softwarehäuser das System.
 
Nach Angaben der Initiative müssen in Deutschland mittelfristig jährlich mehr als 700 Millionen Rx-Packungen mit einem Data-Matrix-Code bedruckt werden. Dieser enthält eine individuelle Packungsnummer und soll so jede Packung zu einem Unikat machen. (et)
 
28.01.2016 l PZ
Foto: IFA
 

 

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