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Zusatzbeiträge: Düstere Prognose

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Zusatzbeiträge: Düstere Prognose
 


Die bereits gestiegenen Zusatzbeiträge der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) könnten sich in den nächsten vier Jahren sogar noch verdoppeln. Das erwartet zumindest GKV-Chefin Doris Pfeiffer. Nachdem sich die durchschnittlichen Zusatzbeiträge 2016 schon auf 1,1 Prozent erhöht haben, sollen sie schon im kommenden Jahr weiter zulegen.
 
Pfeiffer rechnet mit einem Plus von 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte. Im Interview mit der «Welt» warnt Pfeiffer: «Wenn man das strukturelle Defizit fortschreibt und auch die teuren Reformen mit einkalkuliert, dann wird sich der durchschnittliche Zusatzbeitrag, der im vergangenen Jahr noch bei 0,9 Prozent lag, bis 2019 auf 1,8 Prozent verdoppeln.»
 
Als Gründe dafür nennt Pfeiffer sowohl den medizinischen Fortschritt als auch die Krankenhausreform, «die Milliarden zusätzlich kostet». Derzeit tragen die Versicherten die Zusatzbeiträge allein. Die Debatte, die Arbeitgeber wieder paritätisch an der Finanzierung zu beteiligen, wird immer brisanter. Es werde womöglich auch Wahlkampfthema, vermutet die GKV-Chefin. (je)
 
20.01.2016 l PZ
Foto: Fotolia/Pixelot
 

 

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