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Lactose: Kein Problem in Arzneimitteln

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Lactose: Kein Problem in Arzneimitteln
 


Etwa 15 Prozent der Deutschen haben eine Lactose-Intoleranz. Die adäquate Therapie ist eine lactosearme Diät. Keine Probleme gibt es dagegen bei der Einnahme von Arzneimitteln. Auch wenn diese Lactose als Hilfsstoff enthalten, können Patienten solche Medikamente ohne Risiko einnehmen, sagte Professor Dr. Martin Smollich (Foto) von der Mathias-Hochschule, Rheine, in seinem Vortrag beim Fortbildungskongress Pharmacon Schladming.

 

Die Lactosemenge in Arzneimitteln liege in der Größenordnung von 100 Milligramm und sei damit deutlich zu gering, um Beschwerden auszulösen. Das gelte auch für Patienten, die homozygot intolerant und damit besonders anfällig seien. Symptome träten erst bei mehreren Gramm Lactose auf, erläuterte Smollich. Obwohl die Datenlage eindeutig sei, sollte jedoch der Willen des Patienten maßgeblich sein: Wenn ein Patient ein lactosehaltiges Arzneimittel ablehne, weil er Sorge wegen möglicher Beschwerden habe, dann sollte ihm eine lactosefreie Alternative angeboten werden, auch wenn dies objektiv nicht notwendig sei. Auslöser einer Lactose-Intoleranz ist ein Lactasemangel, weswegen der Milchzucker schlecht abgebaut wird. (dr)

 

20.01.2016 l PZ

Foto: PZ/Alois Müller

 

 

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