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Plötzlicher Pflegefall: Schulungen sollen Angehörige wappnen

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Plötzlicher Pflegefall: Schulungen sollen Angehörige wappnen
 


Angehörige von Pflegebedürftigen können in kostenlosen Schulungen Grundkenntnisse in der Pflege erwerben. Bislang gibt es diese Weiterbildung unter dem Namen «PfiFf – Pflege in Familien fördern» seit vorigem Jahr an der Universität Rostock und neuerdings auch an der Universitätsmedizin Greifswald, wie die AOK Nordost heute mitteilte. Ziel sei es, das Programm schrittweise in ganz Mecklenburg-Vorpommern einzuführen, unabhängig von der Kassenzugehörigkeit Betroffener.
 
Die Weiterbildung richtet sich demnach an Angehörige von Menschen, die etwa nach einem Schlaganfall oder einem Sturz plötzlich zum Pflegefall werden. Wie der Pflegevorstand an der Universitätsmedizin Greifswald, Peter Hingst, sagte, stehen die Familien auf einmal vor einem Berg an Aufgaben. «Anträge müssen gestellt, die Wohnung mit Pflegebett und anderen Hilfsmitteln ausgestattet sowie ein Pflegedienst organisiert werden.» Bei Bedarf müssten die Angehörigen in der praktischen Pflege unterwiesen werden, was mit hohen körperlichen, psychischen und emotionalen Belastungen verbunden sei.
 
Das Programm besteht nach Angaben der AOK Nordost aus drei aufeinander aufbauenden Modulen mit praktischer Anleitung und theoretischer Wissensvermittlung. Wenn gewünscht, erhalten Familienangehörige bereits im Krankenhaus und nach der Entlassung des Patienten zu Hause spezielle Pflegekurse. Ziel sei es, eine für den Patienten belastende Wiederaufnahme ins Krankenhaus zu vermeiden.
 
19.01.2016 l dpa
Foto: Fotolia/Pfluegl
 

 

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