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Reflux endoskopisch abklären lassen

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Reflux endoskopisch abklären lassen
 


Apotheker sollten Patienten, die sich wegen chronischer Refluxbeschwerden häufig Antacida oder Protonenpum­pen­hemmer in der Offizin besorgen, eine Endoskopie empfehlen. Das betonte Privatdozent Dr. Siegbert Faiss (Foto) von der Asklepios Klinik Barmbek in Hamburg beim Fortbildungskongress Pharmacon in Schladming.
 
Wie der Gastroenterologe ausführte, habe nämlich jeder 100. Patient mit chronischem Sodbrennen eine Vorstufe für ein Karzinom, einen sogenannten Barrett-Ösophagus. Bei jedem 1000. Refluxpatienten liege ein Adenokarzinom im Magen-Darm-Trakt vor. Patienten mit Barrett-Ösophagus müssen aufgrund des erhöhten Krebsrisikos regelmäßig überwacht werden, so Faiss. Werde bei der Magenspiegelung keine Krebsvorstufe diagnostiziert, so könne sich der Patient weiterhin Mittel gegen Sodbrennen in der Selbstmedikation besorgen.
 
«Die Magenspiegelung ist durch die Anwendung von Sedativa aus dem Status des unangenehmen Schlauchschluckens mittlerweile in eine kaum spürbare Untersuchung überführt worden», sagte der Arzt. In den 1990er-Jahren hätten nicht einmal 10 Prozent aller Patienten vor der Untersuchung eine Sedierung erhalten, heute geschehe das in mehr als 90 Prozent der Fälle. Vorteile aus Patientensicht seien weniger Schmerz, Würgereiz und Stress. Für den Untersucher bringe eine Sedierung des Patienten ebenfalls Vorteile, so komme es dann seltener zu unkontrollierten Spontanbewegungen des Patienten.
 
Zur Sedierung ist aus Sicht des Referenten eine Propofol-Monotherapie am besten geeignet. «Diese Substanz ist aufgrund ihrer kurzen Halbwertszeit ideal.» Midazolam habe im Vergleich dazu eine viel längere Halbwertszeit. Bei adipösen Patienten müssten Ärzte allerdings wegen der hohen Lipophilie von Propofol mit dessen Einsatz vorsichtig sein. (ss)
 
18.01.2016 l PZ
Foto: PZ/Alois Müller
 

 

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