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Brustkrebs: Denosumab reduziert Knochenbruchrisiko

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Brustkrebs: Denosumab reduziert Knochenbruchrisiko
 


Die zusätzliche Gabe des monoklonalen Antikörpers Denosumab kann bei postmenopausalen Brustkrebs-Patientinnen das Knochenbruchrisiko senken. Dies ergab die placebokontrollierte doppelblinde Studie ABCSG-18, die im Fachmagazin «The Lancet» veröffentlicht wurde. In der von Amgen unterstützten Phase-III-Studie erhielten mehr als 3400 Frauen mit frühem, Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs, die mit einem Aromatase-Inhibitor behandelt wurden, randomisiert alle sechs Monate subkutan entweder 60 mg Denosumab oder Placebo.
 
In der Antikörper-Gruppe war die Zeit bis zur ersten Fraktur deutlich länger, berichtete Professor Dr. Ingo Diel von der Praxisklinik Rosengarten in Mannheim bei einem Presseworkshop von Pomme-med in München. Die niedrigere Zahl an Knochenbrüchen (92 versus 176 im Placebo-Arm) sei sowohl bei Frauen mit normaler als auch mit erniedrigter Knochenmineraldichte beobachtet worden. Unter der Gabe des Antikörpers, der als RANK-Ligand die Osteoklasten-Aktivität bremst, sei zudem die Knochenmineraldichte an der Lendenwirbelsäule und am Oberschenkelhalsknochen gestiegen, sagte der Onkologe. Dies waren sekundäre Endpunkte. Unter den 31 Fällen von dentalen Veränderungen sei keine Kieferosteonekrose gewesen.
 
Diel stellte in München zudem erste Ergebnisse zum sekundären Endpunkt krankheitsfreies Überleben (DFS) vor, die im Dezember 2015 beim San Antonio Breast Cancer Symposium präsentiert worden waren. Danach verlängerte die adjuvante Gabe des Antikörpers das DFS der Frauen und senkte das Rezidivrisiko. (bmg)
 
DOI: 10.1016/S0140-6736(15)60995-3
 
14.01.2016 l PZ
Foto: Fotolia/Sebastian Kaulitzki
 

 

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