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Polizei warnt Apotheken vor Betrügerin

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Polizei warnt Apotheken vor Betrügerin
 


Das Polizeipräsidium Offenburg ermittelt aktuell gegen eine 22-jährige Frau, Melanie K. Sie gebe sich in Apotheken als Rettungsassistentin oder Notärztin aus, um sich unter diesem Vorwand verschreibungspflichtige Hypnotika zu beschaffen. Laut Polizeipräsidium Offenburg tritt K. auch als Ehefrau des Arztes Dr. Lichtenfeld auf. In den Apotheken gebe sie an, wegen eines aktuellen Notfalls Midazolam, Propofol oder Ketamin zu benötigen.
 
Das Polizeipräsidium weist darauf hin, dass K. weder über eine Approbation verfügt noch eine Ausbildung als Rettungsassistentin hat. Die von ihr vorgelegten Rezepte seien gefälscht oder illegal beschafft. Die Medikamente bezahle sie in der Regel mit Bargeld. Laut Polizei tritt K. trotz fehlender medizinscher Ausbildung sehr souverän und wortgewandt auf. Die Medikamente bestelle sie zumeist telefonisch vor.
 
K. hat einen ziemlich großen Aktionsradius: Schwerpunkt ihrer Betrugsdelikte ist Baden-Württemberg. Sie ist aber auch schon in Apotheken in Rheinland-Pfalz oder Hessen aufgetreten. Die Polizei geht davon aus, dass K. mit ihrer Betrugsmasche weiterhin aktiv ist. Apotheker, die K. erkennen, sollen sofort die örtliche Polizei informieren. Grundsätzlich sollten Apotheker diese Betrugsversuche auch zum Anlass nehmen, konsequent ihre Verpflichtung zu beachten, Rezepte auf Echtheit und Vollständigkeit zu überprüfen und sich außerdem zu vergewissern, dass Personen, die ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel ohne entsprechende Verordnung mitnehmen wollen, tatsächlich dazu berechtigt sind. (dr)
 
14.01.2016 l PZ
Foto: Fotolia/Krowtraerc
 

 

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