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Ende der Ebola-Epidemie: UN-Generalsekretär rät zu Vorsicht

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Ende der Ebola-Epidemie: UN-Generalsekretär rät zu Vorsicht
 


Zwei Jahre nach dem Ausbruch der bislang verheerendsten Ebola-Epidemie hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Westafrika für ebolafrei erklärt. «Wir erklären heute das Ende des Ebola-Ausbruchs in Liberia und zugleich, dass damit alle bekannten Infektionsstränge in Westafrika gestoppt wurden», sagte der WHO-Abteilungsleiter für Risikomanagement, Rick Brennan, in Genf. Damit gilt die Epidemie, an der mehr als 11.300 Menschen starben, offiziell als überwunden. 
 
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Überwindung der Epidemie gewürdigt und zugleich zur stärkeren Unterstützung der betroffenen Länder aufgerufen. Die staatlichen Institutionen in Liberia, Guinea und Sierra bräuchten mehr Ressourcen, um den Menschen bei der Verhinderung erneuter Infektionen zu helfen, erklärte er in New York. Ban Ki Moon warnte, trotz dieses Erfolges stehe die Welt beim Kampf gegen Ebola weiterhin vor großen Herausforderungen. «Wir müssen mit einem erneuten Aufbäumen von Ebola in den kommenden Jahren rechnen», sagte der UN-Generalsekretär. Die Welt müsse sich dafür besser wappnen. Auch WHO-Generaldirektorin Margaret Chan warnte: «Unsere Arbeit ist nicht beendet, Wachsamkeit ist nötig, um neue Ausbrüche zu verhindern.»
 
Nach Angaben von WHO-Experten könnten infizierte Überlebende das Virus noch im Körper haben und über Samenflüssigkeit auf andere übertragen, warnten Experten. Dies sei bis zu sechs Monate nach einer Ansteckung möglich. Zudem seien erneute Übertragungen des Ebola-Virus aus der Tierwelt auf Menschen möglich.
 
14.01.2016 l PZ/dpa
Foto: Fotolia/nito
 

 

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