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Künstliche Befruchtung: Zuschuss auch für Unverheiratete

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Künstliche Befruchtung: Zuschuss auch für Unverheiratete
 


Auch unverheiratete Paare können künftig bei einer künstlichen Befruchtung zur Erfüllung ihres Kinderwunsches finanziell unterstützt werden. Eine entsprechend geänderte Richtlinie trat heute in Kraft. «Es ist nicht mehr zeitgemäß, unverheiratete Paare mit unerfülltem Kinderwunsch weniger zu unterstützen und anders zu behandeln als Verheiratete», sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD). Der Kinderwunsch dürfe nicht am Geld scheitern. Deshalb müssten diese Paare unterstützt werden – «egal, ob sie verheiratet sind oder nicht».
 
Schwesig nannte es ungerecht, dass die Kosten für die Kinderwunschbehandlung größtenteils von den Paaren selbst getragen werden müssten. Stattdessen müssten die Krankenkassen generell die Kosten der Behandlung übernehmen. Solange dies nicht der Fall sei, sollten Bund und Länder diesen Paaren helfen. 
 
Dafür müssen sich die Länder allerdings mit einem eigenen Programm finanziell beteiligen. Derzeit bestehen Bund-Länder-Kooperationen mit Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin. In jedem Bundesland gelten aber unterschiedliche Bedingungen, auch die Höhe der finanziellen Hilfen variiert.
 
Bislang mussten Paare ohne Trauschein dem Bericht zufolge bislang die Gesamtkosten einer Kinderwunschbehandlung selbst tragen. Bei Verheirateten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen bereits mindestens 50 Prozent der Kosten für die ersten drei Behandlungen, hinzu kommt die staatliche Förderung: Paare, die in einem der sechs Bundesländer leben, bekommen Zuschüsse von bis zu 50 Prozent des verbliebenen Eigenanteils.
 
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07.01.2016 l dpa
Foto: Fotolia/Juan Gärtner
 

 

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