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Bluthochdruck: 20 Millionen Betroffene

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Bluthochdruck: 20 Millionen Betroffene
 


Jeder dritte Erwachsene zwischen 18 und 79 Jahren in Deutschland hat Bluthochdruck oder hypertone Blutdruckwerte: Dies sind 20 Millionen Erwachsene. Das schreiben Experten des Robert-Koch-Instituts (RKI) im aktuellen Heft zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE kompakt 4/2015). Sie beziehen sich dabei auf Daten der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland 2008 bis 2011 (DEGS1) im Vergleich zu Erhebungen von 1997 bis 1999.
 
Nur ein Drittel der erfassten Altersgruppe habe nach Schätzungen der DEGS1-Studie unbehandelt einen optimalen Blutdruck, das heißt Werte unter 120/80 mmHg, schreiben die Epidemiologen vom RKI. Ein weiteres Drittel hat eine Hypertonie und ist unter Behandlung gut eingestellt, aber teils auch unkontrolliert. Weniger beachtet werde, dass ein weiteres Drittel der Erwachsenen zwar noch keine Hypertonie, aber auch keine optimalen Werte hat (Blutdruck systolisch zwischen 120 und 139 mmHg oder diastolisch bei 80 bis 89 mmHg). Die ärztliche Diagnose einer Hypertonie wird bei einer dauerhaften Erhöhung des Praxisblutdrucks in Ruhe systolisch ab 140 mmHg oder diastolisch ab 90 mmHg gestellt.
 
Bekanntheits-, Behandlungs- und Kontrollgrad der Hypertonie hätten in den letzten Jahren deutlich zugenommen, heißt es in der Publikation. So sei der Anteil der Frauen und Männer, die Arzneimittel mit blutdrucksenkender Hauptwirkung einnehmen, deutlich angestiegen. Die DEGS1-Studie zeige eine deutliche Verbesserung der Blutdrucksituation in Deutschland bei weiterhin hohem Präventionspotenzial, resümieren die Autoren. (bmg) 
 
05.01.2016 l PZ
Foto: Fotolia/Dondoc-Foto
 

 

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