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Apotheken-award: »Apotheker können viel mehr«

POLITIK & WIRTSCHAFT

 
Apotheken-Award

»Apotheker können viel mehr«


Von Daniel Rücker / Der Deutsche Apothekerverband (DAV) vergibt in diesem Jahr erstmals den Deutschen Apotheken-Award. Ausgezeichnet werden Apotheker, die Besonderes geleistet haben. DAV-Vorstandsmitglied Claudia Berger erklärt, für wen diese Auszeichnung gedacht ist.


PZ: Warum vergibt der DAV einen Apotheken-Award?

 

Berger: In den zurückliegenden Jahren hat der DAV bereits zweimal den DAV-Gesundheitspreis »Selbsthilfe und Apotheke – Kooperation mit Vorbildcharakter« vergeben. Die eingereichten Projekte veranschaulichten eindrucksvoll, wie engagiert und kreativ die Apotheken sich dieses Themas angenommen haben. Der Erfolg des DAV-Gesundheitspreises hat aber auch deutlich gemacht: Die Apotheker können noch viel mehr. Sie sind breit aufgestellt und auf vielen Gebieten engagiert. Dem wollen wir mit der Verleihung des Deutschen Apotheken-Awards nunmehr Rechnung tragen.

 

PZ: In welchen Kategorien werden die Preise vergeben?

 

Berger: Vorerst werden drei Kategorien ausgelobt: Die Kategorie Gesunde Lebensführung befasst sich mit dem Thema Prävention, die Kategorie Soziales Engagement hat die Kooperation von Selbsthilfe und Apotheke zum Thema. Hier greifen wir das Anliegen des ehemaligen DAV-Gesundheitspreises auf.




»Mit dem Preis wollen wir das vielfältige soziale und gesellschaftliche Engagement der Apotheker anerkennen.«DAV-Patientenbeauftragte Claudia Berger

Foto: ABDA


Und zu guter Letzt die Kategorie Moderne Apotheke. Hier wollen wir neue und innovative Ansätze in den Offizinen auszeichnen. Die Gewinner in den jeweiligen Kategorien erhalten ein Preisgeld von 2000 Euro. Dazu gibt es einen Pokal, der derzeit von einem renommierten Künstler entworfen wird. Lassen Sie sich überraschen. Sollte der Deutsche Apotheken-Award ein Erfolg werden, ist in Zukunft die Erweiterung um weitere Kategorien denkbar. Wer weiß, vielleicht wird der Deutsche Apotheken-Award ja einmal unser Apotheken-Oscar.

 

PZ: Kann ein Apotheker sich selbst bewerben oder muss er darauf warten, dass ihn ein Kollege vorschlägt?

 

Berger: Bei der Bewerbung verfolgen wir bewusst zwei Ansätze. Einerseits kann sich jeder Apotheker in den drei Kategorien mit entsprechenden Projekten bewerben. Andererseits wollen wir dazu auffordern, dass Dritte auch interessante Projekte von Kollegen vorschlagen. Damit wollen wir erreichen, dass sich die Basis der Bewerber verbreitert. Es soll kein gutes Projekt unterwegs verlorengehen. Für die Einreichung oder Bewerbung gibt es Ausschreibungsunterlagen. Anschließend bewertet eine Jury die Bewerbungen und stellt eine Shortlist mit drei Kandidaten in jeder Kategorie zusammen. Zur Preisverleihung in Berlin werden dann die Gewinner in den Kategorien bekannt gegeben.

 

PZ: Wer wird konkret ausgezeichnet? Einzelpersonen, Apothekenteams oder Zusammenschlüsse von Apothekern?

 

Berger: Da gibt es keine konkreten Vorgaben. Wir wollen möglichst den gesamten Berufsstand erfassen und zur Teilnahme animieren.

 

PZ: Welche Botschaften an die Öffentlichkeit wollen Sie mit dem Preis kommunizieren?

 

Berger: Mit dem Preis wollen wir das vielfältige soziale und gesellschaftliche Engagement der Apotheker deutlich machen und anerkennen. Das ist gleichzeitig auch eine deutliche Botschaft an die Politik: Schaut her, wir gestalten aktiv die heilberufliche Funktion der öffentlichen Apotheke. Wir sind bereit, im Interesse unserer Patienten eine Schlüsselrolle in der Gesundheitsvorsorge zu übernehmen. Wir sind zentraler Ansprechpartner wenn es um Fragen rund um die Gesundheitsvorsorge und die Betreuung chronisch Kranker geht. /


Weitere Informationen über die Teilnahme am Deutschen Apotheken-Award finden Sie im Serviceteil der Druckausgabe.



Beitrag erschienen in Ausgabe 36/2015

 

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