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Studie bestätigt Thrombose-Risiko neuerer Kontrazeptiva

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Studie bestätigt Thrombose-Risiko neuerer Kontrazeptiva
 


Antibabypillen mit neueren Gestagenen bergen ein fast doppelt so hohes Thrombose-Risiko wie kombinierte hormonelle Kontrazeptiva mit den älteren Gestagenen Levonorgestrel, Norethisteron oder Norgestimat. Das bereits bekannte erhöhte Risiko bestätigt eine neue Studie auf Basis von mehr als 10.000 betroffenen Frauen aus Großbritannien, die diese Woche im «British Medical Journal» erschien. Absolut betrachtet ist das Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE) unter der Pille jedoch relativ gering.

Der Studie von Yana Vinogradova und Kollegen von der Universität Nottingham zufolge erhöhen die Pillen mit den älteren Gestagenen das Risiko für eine VTE etwa um das 2,5-Fache; hormonelle Kontrazeptiva mit Drospirenon, Desogestrel, Gestoden oder Cyproteron dagegen etwa um den Faktor 4. Durch eine Schwangerschaft steigt das Risiko allerdings hormonell bedingt sogar um den Faktor 10.

In absoluten Zahlen bedeutet das: Unter Einnahme von Pillen mit Levonorgestrel oder Norgestimat kam es pro Jahr zu sechs zusätzlichen Thrombosefällen pro 10.000 Anwenderinnen im Vergleich zum Nicht-Gebrauch der Pille; bei Einnahme von Desogestrel oder Cyproteron waren es 14 zusätzliche Fälle. Damit gilt die Pille immer noch als sicheres Verhütungsmittel. Frauen, die kombinierte orale Kontrazeptiva einnehmen, sollten die Einnahme nicht selbstständig beenden, aber bei Bedenken mit ihrem Arzt über ihr Präparat sprechen, empfehlen die Autoren. (dh)

DOI: 10.1136/bmj.h2135
 
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28.05.2015 l PZ
Foto: Fotolia/Wolfisch
 

 

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