Die Zeitschrift der deutschen Apotheker

 

Pharmazeutische Zeitung

 

PTA-Forum

 

PZ-Akademie

 

DAC/NRF

 

 

 

Durch Impfen ausgerottet: Ganz Amerika ist frei von Röteln

NACHRICHTEN

 
Durch Impfen ausgerottet: Ganz Amerika ist frei von Röteln
 


Der amerikanische Kontinent ist der erste weltweit, auf dem die Röteln ausgerottet sind. In ganz Amerika findet keine endemische Übertragung der Virusinfektion mehr statt, gaben bei einem Expertenmeeting zum Thema Impfen die panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt. Nach den Pocken und der Polio sind die Röteln damit die dritte Infektionskrankheit, die auf dem amerikanischen Kontinent nicht mehr vorkommt.
 
Die Infektion mit dem Rötelnvirus verläuft sowohl im Kindes- als auch im Erwachsenenalter meist asymptomatisch. Problematisch wird es jedoch, wenn schwangere Frauen sich infizieren. Dann kann die Folge eine Fehlgeburt sein oder das kongenitale Rötelnsyndrom (CRS) beim Kind, also angeborene Blindheit, Taubheit und Herzfehler. Die Vakzinierung gegen Röteln ist Teil der MMR-Kombinationsimpfung, die auch vor Masern und Mumps schützt. Vor der Einführung des MMR-Impfstoffs kam es in Amerika immer wieder zu großen Röteln-Ausbrüchen. In der Folge wurden in Lateinamerika und der Karibik 16.000 bis 20.000 Kinder jährlich mit CRS geboren. In den USA führte der letzte große Röteln-Ausbruch 1964 bis 1965 zu 20.000 CRS-Fällen.
 
Der letzte Fall einer endemischen Übertragung datiert auf das Jahr 2009. Da man in anderen Regionen der Welt mit der Röteln-Elimination noch lange nicht so weit ist wie in Amerika, kam es seitdem durch Einschleppung aber immer wieder zu einzelnen Krankheitsfällen. In Deutschland beispielsweise gibt es besonders bei jungen Erwachsenen Lücken bei der MMR-Impfung. Das wurde gerade erst wieder beim Masern-Ausbruch in Berlin deutlich. (am)
 
04.05.2015 l PZ
Foto: Fotolia/Alex White
 

 

Das könnte Sie auch interessieren

 

 

Weitere Nachrichten

 


Rekombinantes Parathormon vor Zulassung

Natpar könnte in Europa das erste verfügbare Medikament zur Behandlung eines Hypoparathyreoidismus werden. Bei der seltenen Erkrankung ist...



Krebstherapie: Erstes Biosimilar im EU-Markt

Für die Onkologie in Europa ist es ein wesentlicher Schritt: Mit Truxima™ des südkoreanischen Unternehmens Celltrion hat das erste...



Brexit: Viele Ärzte überlegen, die Insel zu verlassen

Einer Umfrage der British Medical Association (BMA) zufolge zieht es mehr als jeder vierte ausländische Arzt (42 Prozent) in Betracht, nach...



Tag der seltenen Erkrankungen: Forschung im Fokus

Am 28. Februar findet bereits zum zehnten Mal der internationale Tag der seltenen Erkrankungen statt. Er soll weltweit auf die Nöte und...

 
 

KBV: Politik soll gegen Klinik-Wildwuchs vorgehen
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat mehr Engagement der Politik zur Umsetzung der Krankenhausstrukturreform gefordert. Für eine...

Fiebersyndrome: neue Indikationen für Canakinumab
Für Patienten mit bestimmten Formen sogenannter hereditärer periodischer Fiebersyndrome (HPF) könnte in Kürze eine neue Therapieoption zur...

Rx-Boni: Gerichtsverfahren hat sich erledigt
Die Wettbewerbszentrale wird das Verfahren zu Rx-Boni vor dem Oberlandesgericht...

Mehr Diabetiker als vermutet: Jeder Zehnte leidet daran
In Deutschland leben mehr Menschen mit Diabetes als bisher geschätzt: Inzwischen leidet rund jeder zehnte Bundesbürger mit einer...

GKV: Finanzplus lässt auf stabilen Zusatzbeitrag hoffen
Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr ein Finanzplus von rund 1,4 Milliarden Euro eingefahren. Das Geldpolster der...

Rx-Versandverbot: Ressorts sind sich nicht einig
Das von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) geplante Versandverbot für verschreibungspflichtige Medikamente ist nach wie vor...

Stada: Erstes verbindliches Übernahmeangebot eingegangen
Der Pharmakonzern Stada hat heute das erste rechtlich verbindliches Übernahmeangebot erhalten. Laut Ad-hoc-Meldung von Stada umfasst die...

WHO: Immer mehr Menschen leiden an Depressionen
Die Zahl der Menschen mit Depressionen steigt weltweit rasant. Nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren 2015 rund 322...

Farbige Fun-Kontaktlinsen: Fragwürdiger Fastnachtsspaß
Freiverkäufliche Fun- oder Crazylinsen sollten nur so kurz wie möglich im Auge gelassen und am besten unter augenärztlicher Kontrolle...

Krankenkassen wollen Zyto-Ausschreibungen behalten
Die deutschen Krankenkassen ziehen alle Register, um das geplante Ende der Zyto-Ausschreibungen zu verhindern. In einem Schreiben an die...

Depressionen: Merkel sieht Aufklärungs- und Handlungsbedarf
Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht großen Handlungsbedarf für die Aufklärung über Depressionen – und für Gespräche mit Arbeitgebern...

Studie: Image der Pharmaindustrie bleibt schlecht
Die Pharmaindustrie hat weiterhin ein schlechtes Image. Nach Ansicht von fast drei Vierteln der Deutschen (73 Prozent) ist die Branche vor...

Alkohol an Karneval: Risiken nicht verharmlosen
Gerade im Karneval herrscht beim Alkohol oft Narrenfreiheit. Psychiater und Suchtexperte Darius Chahmoradi Tabatabai, Chefarzt am Vivantes...

Grippewelle: Höhepunkt wohl überschritten
Die schlimmste Phase der Grippesaison in Deutschland ist wahrscheinlich überstanden. Die Welle halte zwar an, allerdings scheine der...

Morbus Fabry: Selten und häufig übersehen
Bis zur Diagnose der seltenen Erkrankung Morbus Fabry vergehen im Schnitt 13 bis 18 Jahre. «Bei jungen Patienten mit Schlaganfall sowie bei...

Noch mehr Meldungen...


PHARMAZEUTISCHE ZEITUNG ONLINE IST EINE MARKE DER

 












DIREKT ZU